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19. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 23.03.2019 in Niederburg

JFV Rhein-Hunsrück – TuS Koblenz 1:1 (1:0)

Kopfballungeheuer Jonas Schleich (beobachtet von Finn Keßler) bei der Arbeit.

Bereits am Samstagmorgen begrüßten wir die TuS Koblenz zum Derby in Niederburg. Der Gegner war uns wohlbekannt, denn schon in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu zahlreichen heiß umkämpften Begegnungen. Allesamt gingen sie für uns verloren, wenngleich die Entscheidung einmal erst im Pokal durch das Elfmeterschießen fiel. Im vorerst letzten Anlauf wollten wir endlich die Chance nutzen, uns für die bitteren Momente der Vergangenheit zu revanchieren.

Wie auch in allen anderen Partien überließen wir den Gästen den Ball, die diesen dankend annehmen. Mit einer Dreierkette und zwei Stürmern versuchten sie, uns vor Probleme zu stellen und ließen den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Wir brauchten einige Zeit, uns auf den unerwarteten Dreieraufbau der Koblenzer einzustellen, ließen aber keine zwingenden Torchancen zu. Charakteristisch für das Spiel blieben allerdings von Beginn bis Ende die häufigen Standardsituationen, die wir der TuS immer wieder ermöglichten. Vor allem Paul Bermel brachte die ruhenden Bälle gefährlich in unseren Strafraum. Dort fand er aber fast ausschließlich den Kopf des bärenstarken Jonas Schleich, der an diesem Tag vermutlich kein einziges Kopfballduell verloren hatte. Nur einmal wurde es nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch gefährlich. Als Paul Bermel einmal nicht selbst zur Tat schritt, kam er immerhin zum Kopfball am langen Pfosten und zwang Janis Leidig zu seiner ersten Parade. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber bereits 1:0 für uns. Denn in der 13. Minute erhielt Arne Sielski 40 Meter vor dem Tor den Ball. Eigentlich hatte die TuS Koblenz genügend Spieler hinter dem Ball, doch plötzlich löste sich deren Verteidigung in Luft auf, gewährte dem Flügelspieler freie Bahn und dieser überwand Franjo Serdarusic im 1 gegen 1. Es war einer der wenigen Angriffe, die wir konsequent zu Ende spielen konnte. An Gelegenheiten, auch in der Folge zu Torchancen zu kommen, mangelte es nicht. Die Gäste boten uns Lücken, die wir nicht ordentlich bespielen konnten. Mitte der ersten Halbzeit hatten wir zum ersten Mal Glück, als der Schiedsrichter bei einem hart geführten Zweikampf nicht auf Strafstoß entschied.

Nach dem Pausentee hatten wir das System der Koblenzer, dem wir eher seltener begegnen, wesentlich besser im Griff. Dennoch schafften es die Gäste, das Spielgerät noch länger in den eigenen Reihen zu halten. Kurz nach Wiederanpfiff entwischte Darian Dshabrailow seinem Bewacher, kam aus halblinker Position zum Torabschluss und zwang Janis Leidig zu einer Streckübung. Den Schuss konnte er somit am Tor vorbeilenken. Nach 50 gespielten Minuten lief Jakob Krautkrämer dem gegnerischen Innenverteidiger davon und steuerte auf das Tor zu. Noch unter Bedrängnis konnte er den Torhüter aber nicht überwinden. Praktisch im Gegenzug erzielte die TuS dann den nicht unverdienten Ausgleich. Noch etwas ungeordnet von unserer eigenen Kontersituation gelang den Koblenzern der Durchbruch im Zentrum. Ammar Cisse Zakari war in der Zwischenzeit von außen eingelaufen, erhielt einen tiefgespielten Pass und vollendete aus kurzer Distanz unhaltbar. Nur zehn Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für uns. Der Schiedsrichter zückte die rote Karte gegen uns und wir mussten die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten. Diese zahlenmäßige Überlegenheit konnten die Koblenzer aber nicht mehr nutzen. In den Schlussminuten gelang ihnen kein Schuss mehr auf unser Tor und wir spielten unterdessen die Zeit herunter. Am Ende hieß es 1:1 und zum ersten Mal konnten wir etwas Zählbares gegen die TuS Koblenz verbuchen.

Fazit: Die vielen Standardsituationen für die TuS Koblenz suggerierten eine permanente Gefahr für unser Tor. Großchancen entsprangen ihnen aber fast nie. Vergleicht man dann die übriggebliebenen Chancen, können beide Mannschaften gleich viele Aktionen verbuchen, sodass das Ergebnis insgesamt leistungsgerecht gewesen ist. Fußballerisch konnten wir nicht ganz an die Leistungen gegen Ludwigshafen und Elversberg anknüpfen, doch im Vergleich zur Vorwoche präsentierten wir uns defensiv wieder gewohnt stabil. Unser geordnetes Defensivverhalten wird auch in den nächsten Spielen der Schlüssel sein, denn offensiv haben wir wieder einmal bewiesen, dass wir immer für einen Torerfolg gut sind. Man darf auch nicht vergessen, dass wir heute nicht gegen irgendwen, sondern gegen den Tabellenvierten der Liga gepunktet haben. Bei weitem nicht alle direkten Konkurrenten werden sich über einen Punktgewinn gegen die Schängel freuen dürfen. Wir können also sowohl mit unserer Leistung als auch mit dem Ergebnis zufrieden sein und selbstbewusst in Richtung nächstes Spiel blicken.

Aufstellung: Janis Leidig, Joël Paul, Mathis Leewog, Maximilian Elz, Jonas Schleich, Finn Keßler, Lennart Peter, Marius Beuchel, Florian Speth, Arne Sielski, Jakob Krautkrämer

Eingewechselt: Lennart Schauer, David Schönberger, Tom Seidel, Alp Karakollu

Weiterhin im Kader: Jo Bernhard, Maurice Schamber

Tore: 1:0 Arne Sielski (13. Minute); 1:1 Ammar Cisse Zakari (50. Minute)

Nächstes Spiel: Samstag, 30.03.2019, um 17:00 Uhr gegen FC 08 Homburg in Homburg

Bericht von Sven Stoffel / Foto: HJ Stoffel

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