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12. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 04.11.2018 in Niederburg

JFV Rhein-Hunsrück – VfR Wormatia Worms 1:3 (0:2)

Torschütze Arne Sielski

Im letzten Heimspiel der Hinrunde ging es für uns gegen den VfR Wormatia Worms, der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend nur zwei Punkte vor uns rangierte. Die Gäste hatten einen etwas unglücklichen Saisonstart und arbeiten sich nun kontinuierlich in der Tabelle nach oben.

Wir blieben auch in diesem Spiel unserer Linie treu und konnten auf diese Weise bereits nach drei Minuten die erste hundertprozentige Torchance verbuchen. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff steuerte Florian Speth auf den Wormser Torhüter Tim Eisele zu, der im 1 gegen 1 die Oberhand behielt und Florian Speths Schuss parieren konnte. Gewarnt durch diesen ersten sehr guten Angriff gingen die Gäste zunächst kein großes Risiko mehr. Auf unseren kompakten Abwehrverband reagierten sie mit vielen Seitenwechseln, doch jeden tiefgespielten Pass konnten wir rechtzeitig attackieren und oftmals auch erobern. Nach 17 Minuten stand es dennoch plötzlich 1:0 für die Gäste. Im eigenen Ballbesitz verpassten wir es, die Flanke rechtzeitig in den Strafraum zu bringen und katapultierten den Ball zurück in die eigene Hälfte, wo Kaan Yesilyurt auf Seiten der Gäste einen verunglückten Pass abfangen und ins Tor schieben konnte. Unbeeindruckt von dem unglücklichen Rückstand hatten wir im Anschluss an eine Ecke gleich drei Schusschancen aus kürzester Distanz, doch mit vereinten Kräften schafften die Wormaten es letzten Endes, sich in diese hineinzuwerfen und den Ball zu klären. Zwei Freistöße an der Strafraumgrenze von Florian Speth und Lennart Peter flogen über das Tor, bevor Jonas Schleich bei einem hineingechippten Standard nur knapp am Gästetorhüter scheiterte. Nach 25 Minuten dann der nächste Schock für uns. Die Gäste setzten sich auf der linken Seite durch, brachten, den Ball ins Zentrum, wo der Stürmer den Ball zum mitgelaufenen Lucas Buhl spielte, der aus fünf Metern Entfernung zum zweiten Tor mit dem zweiten Torschuss vollstreckte. Der Torschütze stand dabei aber mehrere Meter im Abseits, was das Schiedsrichtergespann selbst zum Entsetzen der Gästefans nicht erkannte. Im Anschluss an diese Fehlentscheidung verteilte der Mann in gelb in den folgenden zehn Minuten noch fünf weitere vollkommen unnötige gelbe Karten in einem bis dahin sehr fairen C-Jugendspiel.

Wir wussten auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, dass dieses Spiel längst nicht verloren war und konnten auch in der Folge Chancen für den Anschlusstreffer verbuchen. Die beste hatte Florian Speth, doch auch das zweite 1 gegen 1 konnte der sehr gute Tim Eisele im Kasten der Wormatia für sich entscheiden. Je länger das Spiel dauerte, desto hektischer wurde es, weil der Schiedsrichter bei fast jeder seiner Entscheidungen daneben lag. So auch wieder bei einer Situation, in der wir einen Eckball hätten bekommen müssen. Aus der Emotion heraus entfleuchte uns ein kurzer Kommentar und der Schiedsrichter zückte umgehend die Ampelkarte. Das darf uns sicherlich nicht passieren, mit etwas mehr Fingerspitzengefühl kann aber auch eine andere Entscheidung mit gleicher Konsequenz getroffen werden. Mit nur noch zehn Spielern auf dem Platz liefen wir den Gegner nun höher an, der aufgrund des Überraschungseffekts zunächst Probleme damit hatte. Und elf Minuten vor Schluss gelang uns in Unterzahl sogar der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke parierte wieder Tim Eisele zunächst gegen Mathis Leewog, bei Arne Sielskis Nachschuss war er dann aber machtlos. Mit dem 1:2 konnte sich Worms auch auf unsere veränderte Spielweise einstellen und es gelang ihnen, Kontersituationen zu kreieren. Dennoch gaben wir nicht auf, wurden zwei Minuten vor dem Ende aber wieder bestraft. Bei einem Tempogegenstoß der Wormatia gab es nach abseitsverdächtiger Position Eckball, der mit einer zugegebenermaßen sehenswerten Variante durch Georgios Pindonis verwandelt wurde. Kurz vor dem Schlusspfiff hätte Arne Sielski fast noch auf 2:3 gestellt, doch für einen vermeintlich dritten Treffer hätte der Unparteiische vermutlich auch nicht mehr angepfiffen.

Fazit: Wie die Mannschaft selbst schon in der Kabine erkannte, kann man heute nicht sagen, dass wir ein schlechtes Spiel gemacht haben. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir alles nach vorne geworfen haben, haben wir zwei Torschüsse zugelassen, die leider beide den Weg ins Tor gefunden haben und in ihrer Entstehung nicht mangelnder Defensivqualitäten entsprungen waren. Auf der anderen Seite haben wir uns Torchancen herausgespielt, sie aber nicht so kaltschnäuzig wie der Gegner nutzen können.

Betrachtet man nüchtern den Spielverlauf, hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt. Gerne suche ich die Gründe für unzufriedenstellende Ergebnisse in unserer eigenen Leistung, doch heute bleibt mir zum ersten Mal, seit ich mich mit Fußball beschäftige, nichts anderes übrig, als festzustellen, dass für den Ausgang einer Partie das Schiedsrichtergespann den Löwenanteil trägt. Und auch damit könnte ich leben (immerhin sind wir alle nur Menschen), wenn der Unparteiische bei einem solchen Spiel selbstkritisch wäre und mich nicht mit denselben Worten belegt, für die unser Spieler vom Platz geflogen ist.

Mit diesen Worten ist dieses Spiel aber auch erledigt und wir richten den Blick auf das Spiel gegen Schott Mainz. Denn vor dem Spiel gegen Worms war es schon unser Ziel, bis zum Ende der Hinrunde noch einen Sieg einzufahren – dann eben auf fremdem Geläuf.

Aufstellung: Janis Leidig, Joël Paul, Mathis Leewog, Maximilian Elz, Jonas Schleich, Tom Seidel, Lennart Peter, Alp Karakollu, Florian Speth, Tim Maihöfner, Jakob Krautkrämer

Eingewechselt: Lennart Schauer, Nicolas Fey, Marius Beuchel, Arne Sielski

Weiterhin im Kader: Johannes Kappel, Finn Keßler, David Schönberger

Tore: 0:1 Kaan Yesilyurt (17. Minute); 0:2 Lucas Buhl (25. Minute); 1:2 Arne Sielski (59. Minute); 1:3 Georgios Pindonis (68. Minute)

Nächstes Spiel: Samstag, 10.11.2018, um 14:30 Uhr gegen TSV Schott Mainz in Mainz

                                                                                                                                                             Von Sven Stoffel

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