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11. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 27.10.2018 in Wirges

Spvgg. EGC Wirges – JFV Rhein-Hunsrück 2:1 (0:1)

Der überraschende Auswärtserfolg vor sieben Tagen in Saarbrücken sollte uns Schwung und Mut für die nächste Aufgabe in Wirges geben, die drei Plätze unter uns in der Abstiegszone standen. Dennoch war uns trotz der Tabellensituation bewusst, dass das bevorstehende Spiel nicht einfacher werden würde als das gegen Saarbrücken, da die Westerwälder dringend punkten mussten, wollten sie mittelfristig den Anschluss an das rettende Ufer halten.

In den ersten Minuten waren die Gastgeber etwas besser im Spiel als wir, ohne allerdings gefährlich zum Torabschluss zu kommen. Die kleinen Anfangsschwierigkeiten konnten wir aber überbrücken und das Spiel fortan beruhigen. Wirges hatte zumeist den Ball und zog das Spiel gut in die Breite. Allerdings schafften sie es nicht, das Spiel aus dem Mittelfeld fortzusetzen, sodass die Zuschauer zahlreiche Rückpässe und nicht viel mehr als Mittelfeldgeplänkel zu sehen bekamen. Uns störte dieser Spielverlauf nicht, denn es ergaben sich trotzdem immer wieder Gelegenheiten, schnell umzuschalten. Viele dieser Aktionen, wie ein abgeblockter Schuss von Florian Speth, mündeten in Eckbällen für unsere Farben. Im Anschluss an einen solchen hatten wir nach etwa 20 Minuten schon den Torschrei auf den Lippen, doch Jonas Schleichs Kopfball wurde vom Wirgeser Torhüter noch aus dem Winkel gekratzt. Den Gastgebern fiel nach vorne herzlich wenig ein, sodass es uns nicht schwerfiel, das Spiel trotz weniger Ballbesitz unter Kontrolle zu halten. Wie schon in Saarbrücken wurde unser geduldiges Spiel mit dem Halbzeitpfiff mit der Führung belohnt. Wieder was es ein gefährlicher Eckball von Lennart Peter, der im zweiten Versuch Jonas Schleich vor die Füße fiel, der mit einem trockenen Schuss platziert ins linke Eck vollstreckte.

Im zweiten Abschnitt wurden wir auf lange Sicht dafür bestraft, dass wir immer offensiver wurden und den Ball länger in der Hälfte der Gastgeber hielten. Denn Wirges drehte das Spiel durch zwei Konter über die Außenbahnen und konnte am Ende als Sieger vom Platz gehen. Nach 51 Minuten verwertete der gerade eingewechselte Lou Storm eine Flanke von rechts sehenswert per Kopf aus kürzester Distanz zum 1:1. Zwei Minuten vor Schluss gelang Carlos Heuser der Durchbruch auf der rechten Seite, von wo aus er den mitgelaufenen Lou Storm bediente. Dieser hätte den Ball sicherlich auch über die Linie gedrückt, hätte unser Klärungsversuch kurz vor der Linie nicht schon den Weg ins Netz gefunden. So standen nach zur Pause sicher geglaubten drei Punkten am Ende null gegen einen direkten Konkurrenten zu Buche. Zwar wurden wir auch für unsere zu offensive Ausrichtung spätestens nach dem Ausgleichstreffer bestraft, doch müssen wir uns wieder vorwerfen, unsere Qualitäten und Vorteile im zweiten Durchgang nicht richtig ausgespielt zu haben. Unsere Angriffsbemühungen scheiterten viel zu oft daran, dass wir unser hohes Tempo durch unnötige Querpässe gedrosselt und oftmals dem Gegner sogar Kontermöglichkeiten eröffnet haben. Eine wirkliche Chance, einen zweiten Treffer zu erzielen, konnten wir uns auf diese Weise nicht mehr herausspielen und Wirges besiegte uns mit auch nur drei Torschüssen 2:1.

Fazit: Der Sieg für Wirges war glücklich, da sie keineswegs die bessere Mannschaft waren und auch nicht mehr Torchancen hatten als wir, denn in der ersten Halbzeit hätten wir bereits mit zwei Toren Vorsprung führen können. Wir waren allerdings vor allem nach dem Ausgleich zu naiv, indem wir immer offensiver versucht haben, wieder in Führung zu gehen. Mit dem Punkt zufrieden sein und diesen mitnehmen wäre die richtige Entscheidung gewesen. Der Spielverlauf hat wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, welche Taktik für uns die richtige ist und wovon wir in dieser Saison besser die Finger lassen – das müssen wir gemeinsam akzeptieren. Wir haben nicht schlecht gespielt, sondern uns nur mit unseren eigenen Waffen schlagen lassen. Durch den Sieg gegen Saarbrücken ist diese Niederlage zwar schmerzhaft, aber weit entfernt von einem Weltuntergang. Da wir gegen einen direkten Konkurrenten verloren haben, müssen wir jetzt zwar wieder Bonuspunkte gegen irgendwen sammeln, aber dass wir das leisten können, haben wir ja schon bewiesen.

Aufstellung: Maurice Schamber, Joël Paul, Mathis Leewog, Maximilian Elz, Jonas Schleich, Tom Seidel, Lennart Peter, Florian Speth, Jakob Krautkrämer, Marius Beuchel, Alp Karakollu

Eingewechselt: Arne Sielski, Tim Maihöfner

Weiterhin im Kader: David Schönberger, Lennart Schauer, Nicolas Fey, Finn Keßler

Tore: 0:1 Jonas Schleich (35. Minute); 1:1 Lou Storm (51. Minute); 2:1 Eigentor (68. Minute)

Nächstes Spiel: Donnerstag, 01.11.2018, um 13:00 Uhr gegen 1. FC Kaiserslautern in Kaiserslautern

                                                                                                                                                             Bericht von Sven Stoffel

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