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10. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 20.10.2018 in Saarbrücken

1. FC Saarbrücken – JFV Rhein-Hunsrück 0:3 (0:1)

Mannschaftsfoto U15

Nach enttäuschendem Ergebnis und enttäuschender Vorstellung im Heimspiel gegen Gonsenheim waren wir in Saarbrücken erst einmal nur mit dem Ziel angereist, nochmal ein wirklich gutes Spiel abzuliefern, was uns auch schon gegen Homburg und Koblenz zuvor nicht gelungen ist.

Die Rollen waren von Beginn an trotzdem klar verteilt: Saarbrücken hatte die meiste Zeit den Ball, wir verteidigten dagegen konzentriert. Den Gastgebern gelang es aber auch gegen unsere wesentlich aufmerksamere Defensive, über ihre individuelle Klasse zu Torchancen zu kommen. Besonders 10-Tore-Mann Ohene Kwame Bonsu Köhl stach bei den Vorstößen heraus. Bevor wir zum ersten Mal gefährlich vor das Tor der Saarbrücker kamen, hätten diese gut und gerne schon mit zwei bis drei Toren führen können. Die Gastgeber hatten die Rechnung allerdings ohne Janis Leidig gemacht, der mit mehreren herausragenden Paraden dafür sorgte, dass es vorerst beim 0:0 blieb. Nach 25 Minuten folgte dann unser erstes offensives Lebenszeichen durch Marius Beuchel. Wenngleich sein Abschluss noch nicht die größte Gefahr ausstrahlte, vermittelte er dennoch das Gefühl, irgendwann auch zum Erfolg kommen zu können. Kurze Zeit später hatten wir allerdings wieder großes Glück, als Ohene Kwame Bonsu Köhl zunächst im 1 gegen 1 an Janis Leidig scheiterte und Luca Weis im Nachschuss das leere Tor nicht traf. „Das rächt sich“, hätte ein Liebhaber der Floskeln sicherlich in diesem Moment gesagt und damit auch Recht behalten. Quasi mit dem Halbzeitpfiff attackierte Florian Speth den ballführenden Innenverteidiger der Gastgeber, luchste ihm den Ball ab und versenkte ihn anschließend eiskalt im Tor zur höchst unverdienten Pausenführung. Saarbrücken verwies in dieser Situation verständlicherweise aber letztlich erfolglos auf den Linienrichter, der ein Foulspiel gesehen haben wollte. Ein Kompliment an den Schiedsrichter, der in dieser Situation zu seiner Sichtweise stand und korrekterweise auf den Anstoßpunkt zeigte.

Während wir in vorherigen Spielen des Öfteren Probleme hatten, dem wütenden Anlaufen der Gegner bis zum Ende standzuhalten, konnte an diesem Tag konstatiert werden, dass Saarbrücken die besseren und zahlreicheren Gelegenheiten im ersten Durchgang hatte. Kurz nach der Pause verfehlte ein Schlenzer von Luca Weis unser Tor nur knapp und einige Zeit später kullerte der Ball über unsere Torlinie, doch auch hier schafften wir es mit vereinten Kräften, die Situation zu bereinigen. Das war es dann aber schon mit Gelegenheiten vom Format „Der darf auch mal reingehen“. Die Gastgeber hielten ihre Spielanteile zwar weiter äußerst hoch, verstrickten sich aber immer mehr in Dribblings, die wir früh genug unterbinden konnten. Beruhigend auf das längst hoffnungsvoll erregte Gemüt wirkte die 56. Minute. Jonas Schleichs Freistoß fand Jakob Krautkrämer. Dieser nahm den hohen Ball volley per Direktabnahme und traf in den linken Torwinkel. Ein enorm wichtiger Treffer nicht nur für das Team, sondern auch für den Stürmer selbst, der sich nach seiner Einwechslung ausschließlich im Sprintmodus befand, damit die gegnerische Viererkette fast im Alleingang zur Weißglut brachte und seinen Hinterleuten Zeit zum Verschnaufen gab. Doch auch diese gewannen in der Folge fast jeden Zweikampf und vermittelten schon jetzt den Eindruck, dass diese drei Punkte nicht mehr verloren gehen werden. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Kontersituationen ergaben sich naturgemäß für uns. In diesen trafen wir oft gute Entscheidungen und wurden in der 70. Minute auch zum dritten Mal belohnt. Marius Beuchel bediente Arne Sielski, der bemerkte, dass der Torhüter zu weit vor seinem Tor stand und den Ball aus 30 Metern sehenswert hinter ihm im langen Eck unterbrachte – der Gnadenstoß für die Saarländer, die auf dem Platz zusammensanken. Mit Arne Sielski erzielte auch der zweite Joker seinen ersten Saisontreffer und ließ damit den zweiten Knoten des Tages platzen. Der Schiedsrichter tat uns den Gefallen, das Spiel noch einmal für zwei Minuten pures Genießen anzupfeifen. 3:0 in Saarbrücken, wer hätte das vorher gedacht?

Fazit: Es ist fast schon unfair, in einem Fazit einzelne Spieler eines Teams zu nennen, das als Ganzes ein großes Spiel abgeliefert hat. Dass wir am Ende aber mit 3:0 als Sieger vom Platz gehen konnten, haben wir zuallererst Janis Leidig zu verdanken, der den Beastmode aktiviert hatte und mit seinen herausragenden Paraden Signale versendete, die jeden motivierten, mit jeder gespielten Minute noch ein paar Prozente mehr für die drei Punkte zu geben.

Das Spiel verdient es nicht, taktisch zerhackstückelt zu werden. Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft, spiele aber gerne den Mahner, der darauf hinweist, dass diese Bonuspunkte erst so richtig wichtig sind, wenn wir in sieben Tagen auch gegen Wirges bestehen.

Aufstellung: Janis Leidig, Joël Paul, Mathis Leewog, Maximilian Elz, Jonas Schleich, Tom Seidel, Lennart Peter, Florian Speth, Lennart Schauer, Marius Beuchel, Alp Karakollu

Eingewechselt: Jakob Krautkrämer, Arne Sielski, David Schönberger, Finn Keßler

Weiterhin im Kader: Jo Bernhard

Tore: 0:1 Florian Speth (35. Minute); 0:2 Jakob Krautkrämer (56. Minute); 0:3 Arne Sielski (70. Minute)

Nächstes Spiel: Samstag, 27.10.2018, um 14:30 Uhr gegen Spvgg. EGC Wirges in Wirges

                                                                                                                                                             Bericht von Sven Stoffel

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