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7. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 22.09.2018 in Niederburg

JFV Rhein-Hunsrück U15 – FC 08 Homburg 2:1 (2:0)

Florian Speth akrobatisch wenige Augenblicke vor seinem ersten Treffer

Der enttäuschende Auftritt in Koblenz vor sieben Tagen verlangte von uns Wiedergutmachung nicht nur für die Zuschauer, denen wir gerne eine bessere Leistung angeboten hätten, sondern auch für uns selbst. Mit dem Tabellenletzten aus Homburg kam dafür genau der richtige Gegner, denn die Mannschaften von diesem Format müssen wir natürlich schlagen, um Distanz zur Abstiegszone zu gewinnen.

Anders als in den bisherigen Partien wollten wir an diesem Tag auch selbst etwas für das Spiel tun und wichen von unserer defensiven Grundausrichtung ab. Das Ergebnis betrachtend gelang uns das in den ersten 35 Minuten gut, denn zu diesem Zeitpunkt stand eine 2:0-Führung zu Buche. Bereits nach zehn Minuten hatte Florian Speth den Ball nach einem Freistoß mit dem Rücken zum Tor behaupten und im Anschluss über seinen Kopf hinweg auch in selbiges hineinbefördern können. Kurios in der Entstehung, aber auch mindestens genauso sehenswert. Eine Minute vor dem Pausenpfiff war es erneut Florian Speth, der treffen konnte. Dieses Mal stocherte er einen von Finn Keßler getretenen Eckball über die Linie, nachdem er auf Umwegen und über Jonas Schleich zu ihm gelangt war. Was die Spielkultur anbelangte, bot das Spiel ansonsten aber genau das, was die Tabellenkonstellation vorausgesagt haben könnte: Abstiegskampf pur. Auf längere Passstafetten mussten die Fans bis zum Schlusspfiff warten, stattdessen bekamen sie viele Zweikämpfe in der Luft und am Boden geboten. In diesen Situationen fehlte Homburg vor allem im letzten Drittel das gewisse Etwas, um wirklich gefährlich zu werden. Außer wenigen Abschlüssen aus der zweiten Reihe konnte nichts notiert werden, was Janis Leidig hätte ernsthaft in Gefahr bringen können. Aber auch wir hatten nicht die Fülle an Großchancen, die wir uns durch das frühe Pressing erarbeiten wollten, weil wir den Ball entweder gar nicht weit genug in der gegnerischen Hälfte erobern konnten oder das Tempo verschleppten, wenn wir zum Gegenstoß ausholten. Bis dato wollten wir aber nicht meckern, denn es stand noch der Zwei-Tore-Vorsprung zu Buche.

Dieser wurde allerdings zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verkürzt. Bereits nach 40 Minuten traf Dorian Magema mit der ersten sehr guten Gelegenheit für die Gäste zum 1:2. In diesem Fall hatten wir es den Homburgern durch sehr große Abstände zwischen und in den Ketten aber auch sehr leicht gemacht, den Angriff zu vollenden. Die restliche Spielzeit wurde das Spiel hektischer und der Ball sah noch seltener den Boden als im ersten Abschnitt. Verständlicherweise wurden wir etwas nervös und hatten erst einmal das Verteidigen der Führung auf dem Schirm. Das Angreifen vergaßen wir zwar nicht und Florian Speth kam auch noch einmal zu einem vielversprechenden Abschluss, doch insgesamt blieb es wie in den Vorwochen schon dabei, dass wir die sich uns bietenden Gelegenheit zum Tempogegenstoß einfach zu fahrlässig herschenkten. Im zweiten Abschnitt landete nahezu jeder Schnittstellenball im Aus oder beim gegnerischen Torwart. Schade für die Offensivreihe, die in der zweiten Halbzeit gute Laufwege anbieten konnte. In dieser Spielphase wurde aber auch deutlich, wieso Homburg bisher so wenige eigene Treffer erzielen konnte. Trotz unserer Nervosität und sicherlich nicht optimalen Defensivleistung blieben die klaren Einschussgelegenheiten für die Gäste rar. Wenige Minuten vor Schluss mussten wir allerdings kräftig durchatmen, als der Ball bei einer Standardsituation viele Sekunden gefährlich durch unseren Strafraum flog. Parade Janis Leidig, Rettungstat auf der Linie durch Joël Paul und irgendwie gelang es uns mit vereinten Kräften, den Ball endgültig zu klären. Kurz zuvor forderten die Homburger im Kollektiv den Elfmeterpfiff, als ihr Torschütze – gerade in den Strafraum eingedrungen – zu Boden ging. Was von außen wie ein Elfmeter aussah, bestreiten unsere Jungs vehement und schwören, den Gegner nicht berührt zu haben. Wenn es wirklich so war, Respekt an den Schiedsrichter, der das ebenfalls in dieser undurchsichtigen Situation erkannt hat. Nach diesen zwei Schreckmomenten gelang es den Gästen nicht mehr, den Ball aufs Tor zu schießen, sodass am Ende ein ganz wichtiger Sieg gefeiert werden konnte.

Fazit: Wenngleich wir uns spielerisch nicht steigern konnten, haben wir das verbessern können, worauf es im Fußball letztendlich ankommt: Wir haben zwei Tore geschossen und gut genug verteidigt, dass der Gegner nicht mindestens genauso viele schießen konnte. Dass wir heute nicht ganz so sattelfest vor dem eigenen Tor waren, lag zu größeren Teilen an unserer höheren Ausrichtung. Auch heute hätte es ein wesentlich entspannterer Tag werden können, wenn wir unsere Konter besser ausspielen würden. Meist liegt es nicht an der Ausgangssituation oder dem verteidigenden Gegner, warum so viele gute Gelegenheiten im Sand verlaufen, sondern oftmals an uns selbst. Das Timing beim Einlaufen müssen wir verbessern und vor allem das zugehörige Passspiel. Dann schießen wir auch doppelt so viele Tore.

Jetzt zählt aber erst einmal der eingefahrene Sieg. Es ist nicht selbstverständlich, das 2:1 über die Zeit zu retten, aber wir haben es geschafft. 

Aufstellung: Janis Leidig, David Schönberger, Lennart Schauer Finn Keßler, Jonas Schleich, Jo Bernhard, Lennart Peter, Arne Sielski, Florian Speth, Maximilian Elz, Jakob Krautkrämer

Eingewechselt: Tom Seidel, Joël Paul, Marius Beuchel, Nicolas Fey

Weiterhin im Kader: Maurice Schamber, Alp Karakollu

Tore: 1:0 Florian Speth (10. Minute); 2:0 Florian Speth (34. Minute); 2:1 Dorian Magema (40. Minute)

Nächstes Spiel: Sonntag, 14.10.2018, um 17:30 Uhr gegen SV Gonsenheim in Niederburg

Bericht von Sven Stoffel / Foto: HJ Stoffel

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