5. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 08.09.2018 in Niederburg

JFV Rhein-Hunsrück U15 – SV Elversberg 0:3 (0:0)

Marius Beuchel lieferte wieder einmal ein sehr gutes Spiel ab.

Zum dritten Mal in Folge empfingen wir eine der besseren Mannschaften der Liga auf dem Niederburger Kunstrasen. Die Gäste aus Elversberg, die bis dato nur unglücklich gegen Saarbrücken Punkte liegen gelassen haben, rangierten zu diesem Zeitpunkt sogar auf Platz 1, da der FSV Mainz 05 noch ein Spiel weniger absolviert hatte.

Die Tabellensituation trog in der Anfangsphase auch keineswegs. Die Saarländer begannen die Partie der schwungvoll und kamen auf dem etwas stumpfen Geläuf besser zurecht als Mainz und Trier. Bereits nach wenigen Minuten flog auch schon eine Flanke aus dem Halbfeld gefährlich auf den langen Pfosten, doch zu unserem Glück war kein Gästespieler schnell genug mitgelaufen. Nach knapp zehn Minuten konnten wir uns aus der Umklammerung befreien und das Spiel etwas weiter weg von unserem Tor halten. Elversberg hatte in der Folge Mühe, sich in den Strafraum zu kombinieren und kam allenfalls aus der Distanz zu Torabschlüssen, die aber jegliche Gefahr vermissen ließen. Lediglich bei einer Ecke brannte es noch einmal lichterloh in unserem Sechszehner. Der Ball wurde auf den ersten Pfosten getreten, wo die Zuordnung in unserer Verteidigung in diesem Moment gänzlich verloren ging.  Joël Paul hatte in dieser undurchsichtigen Situation aber gut aufgepasst und noch im letzten Moment klären können. Die größte Chance des ersten Abschnitts hatten aber wir, als wir nach 20 Minuten über eine kurze Passstafette Florian Speth in Szene setzten. Dieser steuerte alleine auf den gegnerischen Torhüter zu, fand in ihm dann aber auch seinen Meister. Es boten sich uns noch zahlreiche weitere Kontergelegenheiten, die zu vielversprechenden Abschlüssen hätten führen können. Doch an diesem Tag haben wir es auf den Flügelpositionen zu oft verpasst, rechtzeitig den Weg in die Tiefe zu suchen, weswegen oft noch ein Elversberger Spieler klären konnte. Dennoch waren wir mit dem Pausenstand sicherlich nicht unzufrieden.

In der zweiten Halbzeit gelang es uns länger und besser, den Gegner von unserem Tor fernzuhalten und der Ball zirkulierte weitestgehend in den Zonen, in denen er es auch schon in den ersten 35 Minuten tat. Abschlüsse konnten wir dennoch nicht gänzlich verhindern, da der Gegner die Halbpositionen nun klüger besetzte und wir etwas zu weit auf die ballnahe Seite schoben. Marlon-Conner Niesen, Flügelspieler der Gäste, schien in der Pause Zielwasser getrunken zu haben und setzte gleich zwei Torschüsse aus größerer Entfernung ans Aluminium. Beim ersten, der am Außenpfosten landete, wäre Maurice Schamber wohl zur Stelle gewesen, beim zweiten war er es dann auch und veränderte die Flugrichtung des Balls entscheidend, sodass er nicht ins Tor, sondern an die Unterkante der Latte, von dort auf die Linie und dann wieder an die Latte flog, bevor unser Torhüter ihn endgültig aufnehmen konnte. In dieser Situation hatten wir sicherlich das nötige Quäntchen Glück. Dieses fehlte unser dann aber eine Viertelstunde vor Schluss, als unsere Freistoßvariante über Florian Speth, Lennart Peter und Marius Beuchel perfekt funktionierte, Jonas Schleich die Hereingabe aber um Haaresbreite verpasste. Das Kontern vergaßen natürlich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Während wir uns zuvor über zu späte Laufwege der Außenspieler beklagten, machten diese es nun besser, mussten aber zusehen, wie wir nach Ballgewinnen meistens die falsche Seite anspielten und uns wieder in Zweikämpfte verwickelten, anstatt den komplett freien Raum auf der anderen zu bedienen. Als wir uns schon auf das Unentschieden eingestellt hatten, kam es dann aber noch einmal knüppeldick. Die Gäste, die bis dato noch nicht ein einziges Mal innerhalb des Strafraums auf das Tor geschossen hatten, bekamen einen Freistoß in etwa 30 Meter Entfernung zugesprochen. Diesen trat Nino Keuper an Freund und Feind vorbei ins lange Eck und damit zum aus Elversberger Sicht erlösenden 0:1. Sichtlich geschockt vom späten Gegentreffer konnten wir in den letzten Minuten auch nicht mehr geschlossen vorrücken, um das Blatt noch einmal zu wenden, sodass wir zunächst durch Marlon-Conner Niesen zum 0:2 ausgekontert wurden, bevor Yannis Flausse mit dem 0:3 den ernüchternden Schlusspunkt setzte.

Fazit: Wieder einmal haben wir gegen einen übermächtigen Gegner eine hervorragende Leistung gezeigt und sicherlich mehr verdient gehabt als eine 0:3-Niederlage. Gemessen an der Tatsache, dass Elversberg sich bis zum zweiten Gegentreffer nicht ein einziges Mal in den Strafraum kombinieren konnte, würde ich auch soweit gehen, dass wir einen Punktgewinn oder auch einen Sieg verdient gehabt hätten. Diese Bonuspunkte hätten uns sicherlich sehr gutgetan und zusätzliche Motivation für die anstehenden Aufgaben gegeben, jedoch müssen wir selbstkritisch anerkennen, dass wir dafür mehr Tore erzielen müssen. Unsere Entscheidungsfindung nach Balleroberungen und letztlich auch der Abschluss vor dem Tor müssen noch besser werden – dann schlägt uns auch keine Mannschaft einfach mal so. Dass wir kurz vor dem Ziel durch ein sehr unglückliches Tor geschlagen wurden, tut besonders weh, darf sich aber nicht entmutigend auf die kommenden Spiele auswirken. Schließlich haben wir heute gegen die nach Mainz 05 wohl zweitbeste Mannschaft verloren und nicht gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. Die meisten dieser Vergleiche stehen noch aus und dass wir in diesen Courage zeigen, haben wir bereits in der Vorwoche bewiesen.

Aufstellung: Maurice Schamber, Mathis Leewog, Joël Paul, Finn Keßler, Jonas Schleich, Tom Seidel, Lennart Peter, Arne Sielski, Florian Speth, Marius Beuchel, Jakob Krautkrämer

Eingewechselt: Lennart Schauer, Alp Karakollu, David Schönberger, Jo Bernhard

Weiterhin im Kader: Janis Leidig, Nicolas Fey, Maximilian Elz

Tore: 0:1 Nino Keuper (62. Minute); 0:2 Marlon-Conner Niesen (64. Minute); 0:3 Yannis Flausse (69. Minute)

Nächstes Spiel: Samstag, 15.09.2018, um 14:30 Uhr gegen TuS Koblenz in Koblenz

                                                                                                                                                             Bericht v. Sven Stoffel /Foto: HJ Stoffel

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