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1. Spieltag C-Junioren Regionalliga Südwest am 14.08.2018 in Niederburg

JFV Rhein-Hunsrück U15 – SV Eintracht Trier 05    1:1 (1:0)

Das Abenteuer Regionalliga begann für uns gleich mit einer englischen Woche. Das auf Samstag terminierte Spiel wurde auf Wunsch der Gäste aus Trier auf den Dienstag verlegt. Mit den Moselstädtern erwarteten wir einen hochmotivierten Gegner, der zum Erreichen seiner ehrgeizigen Ziele mit einem Sieg in die Saison starten wollte und musste. Doch auch wir witterten bereits im Vorfeld unsere Chance auf einen positiven Auftakt und wollten uns in jedem Fall teuer verkaufen.

Die Partie begann wie erwartet mit einer Gastmannschaft, die bereitwillig die Spielführung übernahm und mit uns als gastgebende Mannschaft, der dieser Umstand nicht Unrecht war. Trier ließ den Ball munter in den eigenen Reihen zirkulieren, wir verteidigten gefährliche Räume konzentriert und engagiert und so passierte erst einmal gar nichts vor den beiden Toren. Erstmals gefährlich wurde es nach knapp zehn gespielten Minuten, als ein Innenverteidiger der Trierer Arne Sielski den Ball vor die Füße passte. Dieser erkannte blitzschnell, dass der Torhüter noch immer weit vor seinem Gehäuse stand und probierte es aus 40 Metern mit einem Torschuss. Obwohl dieser zwei Meter daneben ging, war dies der erste Weckruf für einen Gegner, der in der Halbzeit seiner Favoritenrolle nicht gerecht wurde. An dem Gesamtbild änderte sich bis zum Halbzeitpfiff nämlich gar nichts. Wann immer wir den Ball eroberten, ging es über Florian Speth, Arne Sielski und Jakob Krautkrämer ganz schnell in Richtung Tor und schon bald lag die Führung für unsere Farben deutlich in der Luft. Nach 20 Minuten steuerte Jakob Krautkrämer alleine auf den Torwart zu, umkurvte ihn und schloss ab, doch der Ball wurde auf der Linie abgewehrt. Der Nachschuss durch den Stürmer landete am Außennetz. Kurze Zeit später hatte Tom Seidel freie Schussbahn an der Strafraumkante, allerdings traf er den Ball nicht richtig. So dauerte es bis zur 27. Minute, bis der nun überfällige Führungstreffer fiel. Nach einem Ballgewinn ging es abermals blitzschnell: der Ball landete beim gestarteten Florian Speth, der sich aus 20 Metern halbrechter Position ein Herz nahm und in den folgenden Momenten beobachten konnte, wie sein Torschuss im rechten Winkel einschlug. Bis dahin konnte Trier keine große Chance für sich verbuchen. Lediglich einmal landete der Ball im Strafraum vor den Füßen von Noah Lorenz, doch dessen Abschluss war viel zu schwach, um Maurice Schamber vor Probleme zu stellen. Kurz vor der Pause bot sich uns die Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen. Wieder entwischte Florian Speth seinen Bewachern und bediente Jakob Krautkrämer, der den Ball aus ungünstigem Winkel aber nicht voll erreichte. Auch die Versuche der nachrückenden Spieler wurden in dieser Situation abgeblockt. Trier konnte sich zu diesem Zeitpunkt glücklich schätzen, zur Pause nicht höher zurückzuliegen.

Nach der Pause blieb vorerst alles beim Alten: Trier hatte die meiste Zeit des Spiels den Ball, wir setzten auf Nadelstiche nach Ballgewinnen. Je länger das Spiel allerdings dauerte, desto deutlicher wurde die Feldüberlegenheit des Gegners. Phasen der Befreiung, in der wir uns auch für etwas längere Zeit in der Hälfte des Gegners festsetzen konnten, wurden geringer und man merkte, dass wir Tribut für unser laufintensives Spiel zollten. Potenzielle Umschaltsituationen spielten wir nun auch nicht mehr so klar zu Ende wie noch in der ersten Halbzeit. Zweimal gelangen uns noch vielversprechende Durchbrüche über die rechte Seite, doch einmal wurde fälschlicherweise Arne Sielski zurückgepfiffen, weil Jakob Krautkrämer im Abseits stand, aber gar nicht Empfänger von Florian Speths Zuspiel war. Beim zweiten Mal versuchte es Letztgenannter mit einem scharfen Zuspiel aus dem Halbfeld hinter die Kette, das Arne Sielski nur knapp verpasste. Trotz optisch zunehmender Feldüberlegenheit der Gäste fehlte es ihnen an Ideen, unsere gut organisierte Abwehr zu durchbrechen. Oftmals gelang es uns, sie in Zonen zu lenken, in denen wir uns sicher waren, dass wir hereingespielte Bälle verteidigen können, wie es dann auch der Fall gewesen ist. Nur einmal begingen wir einen kleinen Fehler, der uns letztlich den Sieg kostete. Trier gelang es auf der rechten Seite, den Ball mit nach innen zu nehmen, was uns dazu zwang, den Abwehrverbund kurzzeitig entscheidend zu verschieben. Der Ball konnte dennoch auf den langen Pfosten zu Jonas Brenner gespielt werden, der unhaltbar zum Ausgleich vollstreckte (53. Minute). Gegen Ende der Partie wurde es dann noch einmal hektischer – Trier wollte den Sieg, wir verteidigten den Punktgewinn mit Mann und Maus, da uns für einen weiteren Treffer die Kraft fehlte. Einige Standardsituationen produzierten noch ein paar hoch hereingespielte Bälle, die wir aber allesamt souverän verteidigen konnten, sodass nach dreiminütiger Nachspielzeit ein 1:1 zu Buche stand.

Fazit: Vor allem zum Schluss des Spiels drängte Trier auf den zweiten Treffer. Wenngleich bis dahin keine weitere Großchance erzeugt werden konnte, war es dennoch gut, dass irgendwann auch mal abgepfiffen wurde. Das 1:1 ist insgesamt ein gerechtes Ergebnis, wenn man in die Bewertung auch die Feldüberlegenheit der Gäste einfließen lässt. Dennoch war an diesem Tag auch der Sieg für uns möglich, wenn man bedenkt, dass der Torerfolg der Trierer der einzige wirklich gefährliche Torschuss gewesen ist und wir mit einem komfortableren Vorsprung in die Pause hätten gehen müssen.

Aber wir wollen nach dem ersten Spiel nicht meckern – den Punktgewinn hätten uns die meisten vor dem Spiel nicht zugetraut und entsprechend stolz sind wir auf unsere wirklich gute Leistung, für die wir von vielen Seiten Applaus bekommen und auch verdient haben. Mit einem Punkt steigt man am Ende der Saison aber ab, weswegen wir uns nicht viel Zeit zum Feiern geben und den Fokus auf das schwere Auswärtsspiel in Pirmasens am Samstag richten. Dort gilt es, zu beweisen, dass es nicht nur der Schwung des ersten Spiels gewesen ist, der uns zu diesem Teilerfolg gebracht hat.

Aufstellung: Maurice Schamber, Mathis Leewog, Joël Paul, Finn Keßler, Jonas Schleich, Tom Seidel, Lennart Peter, Arne Sielski, Florian Speth, Marius Beuchel, Jakob Krautkrämer

Eingewechselt: Daniel Koval, Lennart Schauer, David Schönberger, Nicolas Fey

Weiterhin im Kader: Maximilian Elz, Janis Leidig, Benjamin Saftig

Tore: 1:0 Florian Speth (27. Minute); 1:1 Jonas Brenner (53. Minute)

Nächstes Spiel: Samstag, 18.08.2018, um 17:30 Uhr gegen FK Pirmasens in Pirmasens

                                                                                                                                                             Bericht von Sven Stoffel / Fotos: HJ Stoffel

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