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JFV Rhein-Hunsrück – SV Eintracht Trier

am Sonntag, 08.11.2015 um 13.00 Uhr in Rheinböllen

 

Derzeit rangiert die U17 des JFV Rhein-Hunsrück mit 13 Punkten aus 8 Spielen auf dem 7. Platz, konnte also seine gute Position im vorderen Tabellenbereich leider nicht behaupten. Am kommenden Sonntag ist die Eintracht aus Trier zu Gast in Rheinböllen. Trier belegt zwar Platz 5, hat aber lediglich einen Zähler mehr auf seinem Punktekonto.

Es erwartet uns sicherlich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, wo wahrscheinlich die Tagesform Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben wird. Für die Mannen um Trainer P. Kühnreich wäre ein Sieg eminent wichtig, um einmal wieder unter Beweis zu stellen, dass das Team über genügend Potenzial verfügt, in dieser Spielklasse mitzuhalten und zum anderen, mit 3 Punkten weiterhin den Anschluss zur oberen Tabellenhälfte zu wahren.

 

IMG_4238 (Mittel)Fragen wir Trainer Patrick Kühnreich zum anstehenden Spiel:

 

Red.: Patrick, mal wieder eine mentale Aufbauwoche im Trainingsbetrieb hinter Dir – oder? Worauf hast Du diese Woche den Fokus gelegt, um der Mannschaft den Glauben an ihre Stärken, wie wir sie schon mehrfach miterleben durften, zurückzugeben?

 

Patrick: Wir haben gegen Kaiserslautern gerade in Halbzeit eins ein sehr gutes Spiel abgeliefert und hätten mit 2:0 führen können vielleicht gar müssen. Nur stimmte in diesem Spiel leider Aufwand und Ertrag gar nicht überein.

 

Mentale Aufbauarbeit war nicht in dem Maße erforderlich, da die Stimmung in der Mannschaft nach wie vor sehr gut ist. Wir haben diese Woche nochmals Wert auf das Thema Umschaltspiel gelegt, da hier noch Defizite bestehen.

 

Red.: Teilst Du die Meinung der Redaktion, dass dieses Spiel gegen Eintracht Trier schon richtungsweisend ist, wo die sportliche „Fahrt“ des Teams hingehen wird? Du selbst hattest in Deinem Bericht zum Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ausgeführt, dass im Falle einer weiteren Niederlage der Abstiegskampf nicht mehr weit weg ist.

 

Patrick: Ich teile diese Einschätzung. Allerdings beziehe ich noch das Auswärtsspiel in Schifferstadt mit ein. Nach diesen beiden Spielen werden wir sehen, wo die sportliche Reise unserer U17 zumindest bis zur Winterpause hingeht. Ich denke aber, dass keiner von uns Lust hat, nach diesem tollen Saisonstart in die untere Tabellenregion abzurutschen. Wir sollten optimistisch sein und daran glauben, dass unser Team jederzeit in der Lage ist, die Teams aus Trier und Schifferstadt zu schlagen.

 

Red.: Wie schätzt Du den Gegner aus Trier ein? Konntest Du Dir selbst ein Bild von deren Spielveranlagung verschaffen?

 

Patrick: Die Eintracht hat seit Jahren mit TuS Koblenz den besten Namen im Rheinland in Sachen Jugendfußball. Auch dieses Jahr hat Trier eine gute Mannschaft zusammen, die vielleicht etwas unter Ihren Erwartungen gestartet war.

Zudem haben Sie mit Marco Toppmöller jetzt einen Trainer, der sehr viel Erfahrung im professionellen Fußball gesammelt hat. Leider war es bisher nicht möglich, den Gegner unter die Lupe zu nehmen. Aber natürlich habe ich über persönliche Kontakte  Informationen zum Gegner beschaffen können.

 

Red.: Als positiv eingestellter Mensch und Trainer wirst Du sicherlich die passenden Worte für das kommende Spiel formulieren und eine zielorientierte taktische Vorgehensweise bereits im Kopf haben. Kannst Du uns in kurzen Worten einen kleinen Einblick in Eure Strategie geben?

 

Patrick:  Aus den letzten beiden Spielen stehen  0 Punkte bei einem Torverhältnis von 1:9 zu Buche.

Es wird wichtig sein, die gute defensive Stabilität der ersten sechs Partien wieder zu finden und mit einem gezielten Pressing den Gegner immer wieder zu Ballverlusten zu zwingen. Ansonsten müssen wir einfach effektiver vor des Gegners Tor werden und das Glück zum erfolgreichen Torabschluss erzwingen. Es wäre schön, wenn der berühmt-berüchtigte Knoten bereits am Sonntag platzen würde. Hiervon bin ich persönlich überzeugt.

 

Auch konnten wir den neuen Trainer von Eintracht Trier, Herrn Marco Toppmöller, kontaktieren und zu einem Interview bitten. Hier seine Ausführungen.

 

Toppmöller_Marco_Trier (Mittel)Herr Toppmöller, seit Kurzem sind Sie als Trainer bei der U17 der Trierer Eintracht im Amt. Sicherlich wird oder hat bereits die Verpflichtung eines so namhaften Trainers und früheren Vorzeige-Spielers der Region mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Einsätzen in höheren Ligen (1. FC Kaiserslautern, Eintracht Trier, VfL Osnabrück, Borussia Neunkirchen, Vereine in Luxemburg und Belgien, …) die Erwartungshaltung im Verein und besonders im Team in die Höhe schnellen lassen.

 

Aktuell ist Ihr Team mit 14 Punkten aus 8 Spielen und einem Torverhältnis von 14:8 Toren recht passabel in die Saison gestartet und reist am kommenden Sonntag als Tabellenfünfter und somit sicherlich als Favorit in den Hunsrück.

 

Red.: Was waren Ihre Beweggründe, bei Eintracht Trier ins Trainergeschäft einzusteigen und wie lautet Ihre persönliche und teambezogene Zielsetzung?

 

Marco Toppmöller: Erst einmal vielen Dank für die Lobeshymnen! Wichtig aber ist mir, hier geht es nicht um mich oder meinen großen Namen.

 

Jetzt geht es nur um Eintracht Trier 05, um unsere U-17, um den Teamgedanken! Wir sitzen alle in einem Boot und wir gewinnen und wir verlieren zusammen! Mein Team soll im Vordergrund stehen! Natürlich gehe ich als Trainer vorneweg und gebe die Richtung vor, aber an erster Stelle stehen meine Jungs und über die lasse ich nix kommen, die werde ich immer schützen!

 

Dies habe ich Ihnen auch in der kurzen Zeit, in der wir uns kennen und in der ich viele Einzelgespräche geführt habe, auch versucht zu vermitteln. Die Jungs wissen was mir wichtig ist, was ich von Ihnen verlange und ich freue mich einfach auf eine geile Zeit! Was ich aber jetzt schon sagen kann, ist, dass es einfach tolle Jungs sind, die sehr wissbegierig sind, zuhören, brutal hart und ehrlich die letzte Woche im Training gearbeitet haben und sich einfach nun auf das freuen, was jetzt kommt. Nun liegt es an mir, diese Fußballverrücktheit, die ich an/in mir habe, auf die Jungs zu übertragen.

 

Ich hatte nach der Saison 2013/14 im Junior Team des FC Bayern München, nachdem ich dort 4 1/2 tolle Jahre verbracht hatte, aufgehört und wollte zur Saison 2014/15 im Nachwuchsleistungszentrum eines anderen Bundesligisten neue Erfahrungen sammeln. Aber aufgrund eines Kopftumors, mit vielen Rückschlägen, konnte ich diese interessante U17-Stelle nicht antreten und so habe ich die letzten beiden Jahre eine Auszeit vom Fußball genommen. In so einer Zeit merkt man, was wirklich wichtig ist und nichts wichtiger ist, als die Gesundheit und die Familie. Nun bin ich aber wieder vollkommen genesen, habe einige Hospitationen bei Nachwuchsleistungszentren im In- und Ausland hinter mir und freue mich endlich wieder auf dem Platz zu stehen.

 

Der Kontakt zur Eintracht bestand seit etwa 2 Monaten, aber einfach aus dem Grunde, weil ich nächstes Jahr mit der Jugendabteilung des Vereins den 1. PORTA NIGRA JUNIOR-CHAMPIONS-CUP für U13-Mannschaften plane und ausrichte. Hierzu ist natürlich jeder gerne eingeladen. Uns ist es im ersten Jahr gelungen, das bestbesetzte Turnier in ganz Deutschland in dieser Altersklasse (Jahrgang 2003) zu sein. Zugesagt haben bis jetzt der FC Bayern München, FC Liverpool, FC Porto …., um nur drei zu nennen und nicht zu viel zu verraten.

 

Letzte Woche ging dann alles sehr schnell, nachdem der alte Trainer aufgehört hatte! Wir wurden uns schnell einig, da ich sowieso die nächsten Jahre in der Heimat bleiben wollte und so stand ich Freitag auf dem Trainingsplatz. Sonntag, erstes Spiel – erster Sieg, was will man mehr. Auch wenn das Spiel nicht so war, wie ich mir Fußball vorstelle, habe ich den Willen und die Moral der Mannschaft gesehen und so war es am Ende das Glück des Tüchtigen, das uns in der letzten Minute den Sieg brachte. Kompliment hier noch einmal an meine Mannschaft.

Die schlechten Spiele muss du gewinnen, Toppi, die Guten gewinnst du sowieso! Dies hat mal der große Gerd Müller zu mir gesagt, den ich als Trainerkollegen kennen und schätzen lernen durfte.

 

Red.: Wie schätzen Sie Ihre derzeitige sportliche Situation? Konnten Sie schon in der Kürze der Zeit wichtige Weichenstellungen bzw. Änderungen vornehmen? Wenn ja, gewähren Sie uns bitte einen kurzen Einblick.

 

Marco Toppmöller: Wir haben nun die erste Trainingswoche hinter uns und die Jungs haben nun einen ersten Einblick gewonnen, was ich von ihnen verlange. Ich versuche den Jungs einfach ein Vorbild zu sein, fordere und fördere sie, vermittle ihnen Normen, Motive und Werte. Dinge die mir wichtig sind, lebe ich vor! Dies sind: Disziplin, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Respekt, Achtung, Fairness und natürlich eine Siegermentalität, wie ich Sie bei Bayern kennen lernen durfte und tagtäglich vorgelebt bekommen habe und gelebt habe.  Aber wie gesagt, jetzt ist eine Woche rum, wir schauen erst einmal nur von Woche zu Woche und freuen uns riesig auf das Spiel in Rheinböllen.

 

Nun zum bevorstehenden Spiel gegen den JFV Rhein-Hunsrück:

 

Red.: Hatten Sie die Möglichkeit, vor diesem Regionalligaspiel Ihren Gegner, den JFV Rhein-Hunsrück, zu beobachten? Zu welchen Erkenntnissen sind Sie gekommen?

 

Marco Toppmöller: Ich habe mir natürlich von Trainerkollegen Infos über Ihren JFV eingeholt, live habe ich Sie dieses Jahr aber noch nicht gesehen. Aber an der Stelle erst einmal ein Kompliment an das, was hier in den letzten fünf Jahren entstanden ist. Fakt ist, das Ihr JFV einen Punkt hinter uns rangiert und unser Ziel ist es, dies am Sonntag auf vier Punkte auszubauen. Dies wird bestimmt nicht einfach, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass meine Jungs am Sonntag alles dafür geben werden, die drei Punkte mit an die Mosel zu nehmen.

 

Red.: Mit welcher spieltaktischen Einstellung werden Sie die kommende Partie gegen den JFV im Hunsrück angehen?

 

Marco Toppmöller: Dies werden Sie dann am Sonntag sehen. 🙂

 

Red.: Wagen Sie eine Tipp?

 

Marco Toppmöller: Ich hasse es zu verlieren und dies weiß auch mein Team!

Ich habe es Ihnen ja vorhin schon beantwortet; wir kommen nach Rheinböllen, um zu gewinnen! Dies soll nicht arrogant klingen; das Spiel muss erst gespielt werden und die Wahrheit liegt auf dem Platz und dies vermittle ich meinen Jungs. Wir haben natürlich den nötigen Respekt vor Ihrem JFV Rhein-Hunsrück, aber wir haben keine Angst und werden uns sicher nicht verstecken.

 

Ich wünsche beiden Teams und den Zuschauern einen tolles, faires Spiel, keine Verletzten sowie viel Erfolg und möge der Bessere gewinnen. Aber, natürlich mit einem besseren Ende für uns. 🙂   Mit sportlichen Grüßen – Marco Toppmöller

 

Die Redaktion des JFV bedankt sich recht herzlich bei Marco Toppmöller, Trainer der Eintracht Trier, für seine ausführlichen und sportlich interessanten Ausführungen und natürlich auch bei Patrick Kühnreich für sein stetiges Mitwirken.  Red.tg

 

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