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5. Spieltag A-Junioren U19 Rheinlandliga am 03.10.2015 in Kirchberg

 

JFV Rhein-Hunsrück U19 – JSG Weitefeld 0:5  (0:2)

 

U19_Weitefeld (Mittel)Nach zwei Auswärtsniederlagen und zwei Heimsiegen empfing die U19 des JFV die JSG Weitefeld auf dem Kunstrasenplatz in Kirchberg. Am Tag der Deutschen Einheit wollte man die bislang gute Heimbilanz trotz arger Personalprobleme weiter ausbauen. Der ohnehin kleine 15-Mann-Kader wurde im Vorfeld durch Krankheiten, Verletzungen und Sperre (Rote Karte) weiter arg gebeutelt. Aufgrund guter Arbeit der medizinischen Abteilung konnten zumindest 13 Spieler auf dem Spielbericht eingetragen werden, wenn auch nicht alle verletzungs- oder krankheitsfrei oder beides waren. Letztendlich ist dies aber ein Zustand, der nicht zufriedenstellend sein kann und der Bedeutung der Mannschaft in keiner Weise gerecht wird.

 

Die U19 startete in einem 4-4-2-System dennoch famos und erspielte sich in den ersten 20 Minuten nicht nur ein Übergewicht, sondern auch mehrere sehr gute Torchancen. Bereits nach 60 Sekunden hatte Stürmer Fabian Brunk die erste Riesentormöglichkeit. Eine Glanzparade des überragenden Gästetorwarts, der während der gesamten 90 Minuten eine aus Gegnersicht fantastische Leistung bot, verhinderte die frühe 1:0-Führung. In der 5. Minute scheiterte Dennis Schnurpfeil und in der 9. Minute fand erneut Fabian Brunk seinen Meister. Eine Hereingabe von Fabian Brunk verpassten in der 17. Minute 5 eigene Mitspieler. Ein Weitschuss von Dennis Schnurpfeil verfehlte sein Ziel nur eine Minute später. Nach einer ersten Glanzparade von JFV-Torhüter Tim Jakobs (20. Minute), traf Fabian Brunk in der 21. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nur die Latte.

 

In der 22. Minute kamen die Gäste aus dem Westerwald das zweite Mal vor das JFV-Tor und erzielten direkt die völlig überraschende, aber irreguläre Führung. Dem Führungstreffer ging ein eindeutiges und eigentlich nicht zu übersehendes Handspiel des Torschützen voraus, der sich den Ball während des Laufs mit der Hand vorlegte. Selbst der Gegner berichtete später, dass hier eindeutig ein Handspiel vorlag und der Treffer unter normalen Gesichtspunkten nicht hätte zählen dürfen. Dem Schiedsrichter waren aber die Sichtweisen aller Fußballinteressierten auf dem Sportgelände in Kirchberg unwichtig und er verhalf dem Gegner als Entscheider in diesem Rheinlandliga-Spiel zur überraschenden Führung.

 

Völlig perplex versuchte die U19 wieder ins Spiel zu finden, was ihr aber nicht gelang. Sie haderte gedanklich weiter mit dem Schiedsrichter, während die JSG Weitefeld ihr Glück kaum fassen konnte, als sie in der 26. Minute mit einem sehenswerten Konter mit ihrer 3. Offensivaktion sogar die 2:0-Führung erzielte. Zu allem Überfluss erhielt Luca Hankammer kurze Zeit später vom Schiedsrichter wegen Meckerns eine 5 Minuten-Strafe. Auf dem Weg zur Spielerbank wurde Luca Hankammer vom Schiedsrichter unüblicherweise weiter begleitet. Der JFV-Spieler trat aus Frust gegen die Bande, woraufhin der Schiedsrichter sofort die rote Karte zückte.

 

Zu Beginn der 2. Halbzeit musste die U19 die ersten 5 Minuten sogar mit 9 Spielern beginnen, da Max Kunze laut Aussage des Schiedsrichters in der Halbzeit im Kabinengang kritische Äußerungen von sich gegeben hätte. Dennoch kam die Mannschaft sehr motiviert und fokussiert aus der Kabine und schnürte den Gegner sogar mit 9, dann wieder mit 10 Mann in der eigenen Hälfte ein. Der Gegner aus dem Westerwald beschränkte sich trotz Überzahl auf Konter. Der 1:2-Anschlußtreffer lag in der Luft und in der 64. Minute konnte der JFV die scheinbar größtmögliche Chance dazu verbuchen: nach einem scheinbaren Foul an Fabian Brunk zeigte der sichtlich überforderte Schiedsrichter in der 64. Spielminute auf den Elfmeterpunkt. Aber selbst diese Möglichkeit konnte an diesem Tag nicht genutzt werden, denn der vom gefoulten Fabian Brunk selbst geschossene Strafstoß wurde vom überragenden Gästetorwart gehalten.

 

Nur eine Minute später hatte Hakan Kalkan – nach einem Eckball am langen Pfosten stehend – die große Chance zum Anschlusstreffer, doch der Kopfball verfehlte sein Ziel. Trotz Unterzahl den Abwehrverbund auf Dreierkette umgestellt, ergaben sich vermehrt Raum und Platz für Konter der Gäste, die diese in der 68. Minute und 71. Minute eindrucksvoll nutzten. Der JFV-Widerstand war gebrochen und das Spiel plätscherte in der Schlussviertelstunde dem Ende entgegen. Den Schlusspunkt in der entschiedenen Begegnung setzte die JSG Weitefeld mit dem 0:5 in der 85. Minute.

 

Fazit: Insgesamt für alle ein enttäuschendes Ergebnis, von der Höhe des Ergebnisses sowieso mal abgesehen. Man wollte an die bisherigen guten Heimauftritte anknüpfen und so eine Reaktion auf die schwache Auswärtsvorstellung letzte Woche in Immendorf zeigen. Dies gelang in den ersten 20 Minuten auch eindrucksvoll, ohne dass jedoch Zählbares bei den Bemühungen verbucht werden konnte. Dass das Spiel einen solchen Verlauf nahm, war zu diesem Zeitpunkt kaum absehbar und kaum vorstellbar. Die Rheinlandliga ist jedoch in diesem Jahr ausgeglichen besetzt und Kleinigkeiten entscheiden zuweilen.

 

Wenn diese Kleinigkeiten vom Schiedsrichter mitentscheidend beeinflusst werden, ist dies ärgerlich. Mitentscheidend sei hier auch das Verhalten des Schiedsrichters nach einer offensichtlichen und durchaus menschlichen Fehlentscheidung aufgeführt. Einsicht und Selbstkritik sollte auch bei einem Schiedsrichter kein Fremdwort sein, wenn alle anderen Parteien seine Entscheidung widerlegen. Es als Majestätsbeleidigung anzusehen, wenn berechtigte Kritik über eine unter Umständen spielentscheidende Fehlentscheidung geäußert wird, um anschließend nur auf das Bestrafen in Form von Zeitstrafen oder roter Karten zu warten, ist der falsche Weg. Unabhängig davon hatte die Mannschaft – trotz aller Widrigkeiten – ausreichend Möglichkeiten, das Spiel aus eigener Kraft zu ihren Gunsten zu entscheiden!

 

Jetzt ist nach einem so nicht zu erwartenden Samstagnachmittag Charakter gefragt! Die Mannschaft hat Qualität und Ehrgeiz und wird dies auch charakterlich als Aufsteiger in der Rheinlandliga genau jetzt unter Beweis stellen müssen.

 

„Fallen ist keine Schande, aber liegen bleiben!“ – die Mannschaft meistert die Situation als jüngerer Jahrgang und mit einem Mini-Kader von 15 Spielern bislang durchaus zufriedenstellend. Ein solch ergebnismäßiger Rückschlag war dennoch nicht eingeplant. Die Situation anzunehmen und als jüngerer Jahrgang zu bestehen, ist der Charaktertest.

 

Positiv: Die ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit mit einer Unmenge an Torchancen waren vielversprechend. Um Tore zu erzielen, muss man sich zwangsläufig erstmal Möglichkeiten erkämpfen und erspielen. Nicht unbedeutend für jedes Fußballspiel ist jedoch, die sich bietenden Torchancen auch zu nutzen. Hier erhielt man am Tag der Deutschen Einheit leider Anschauungsunterricht vom Gegner aus dem Westerwald.

Auch in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit war in Unterzahl (!) der Wille erkennbar, den 0:2-Rückstand noch zu drehen. Der dazu notwendige Anschlusstreffer wollte aber selbst mit einer Elfmetermöglichkeit nicht fallen.

 

Verbesserungswürdig: Mag die Schiedsrichterleistung durchaus diskussionswürdig gewesen sein, tut sich die Mannschaft keinen Gefallen – auch nicht im Bezug auf den kleinen Kader – wenn sie die Disziplin vernachlässigt. Dem großen Ehrgeiz, den das Team durch z.B. regelmäßiges, dreimal wöchentliches Training entwickelt, steht dies kontraproduktiv gegenüber.

 

Aufstellung: Tim Jakobs – Daniel Römer, Tim Müller, Mirco Metz, Janos Justen – Max Kunze, Kevin Leidig, Luca Hankammer, Dennis Schnurpfeil – Christopher Faust, Fabian Brunk

 

Einwechslungen: Hakan Kalkan für Christopher Faust (15. Min.), Daniel Dreher für Tim Müller (60. Min.)

 

Fehlende Spieler: Fabian Groß und Jan Wust (krank), Nils Sehn (gesperrt)

 

Tore: 0:1 (22. Min.), 0:2 (26. Min.), 0:3 (68. Min.), 0:4 (71. Min.), 0:5 (85. Min.)

 

Nächstes Spiel: Samstag, 10. Oktober 2015 um 17.00 Uhr in Betzdorf (Hybridkunstrasenplatz) gegen die SG Betzdorf

 

                                                                                               Bericht: Mario Esser

                                                                                              Bilder: Heike Sehn

 

 

 

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