Sag uns deine Meinung und lass uns über Talentförderung und Spitzenfußball in unserer Region Rhein-Hunsrück diskutieren:

Wie stehst du zu diesem Konzept? Welche Gefahren, aber auch welche Chancen kannst du erkennen?

25 Antworten auf Meinungen

  • Hallo,

    ich möchte den JFV Rhein-Hunsrück zu seinem Konzept und der bisherigen Umsetzung beglückwünschen. Es ist gelungen, den Fokus der beteiligten Vereine auf das Wesentliche zu lenken: die Talentförderung und Ausbildung der Jugendspieler. Der sportliche Erfolg gibt dem Konzept Recht. Die Mitglieder des Vereines tragen ihren Teil dazu bei, durch ein professionelles und ordentliches Auftreten!

    Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!

    • Hallo Lukas,

      vielen Dank für die Blumen und dein Feedback. Hattest du die Möglichkeit, einige der Teams schon einmal zu beobachten?

      Sportlichen Erfolg zu definieren ist nicht immer einfach, da hierzu viele Aspekte eine Rolle spielen. Manchmal ist sportlicher Erfolg nicht immer ein Maßstab für eine gute Ausbildungsqualität und steht manchmal auch in einem gewissen Widerspruch dazu. Gerade die Ausbildung von Talenten, die spät geboren sind, steht teilweise im Widerspruch zu einer gewissen Ergebnisorientierung. Insofern orientieren wir uns an individuellen Entwicklungsschwerpunkten, was nach außen hin leider nicht immer sichtbar wird. Dass wir im Moment mit allen Teams auch in den jeweiligen Meisterschaften gut stehen, fördert natürlich auch die Öffentlichkeitsarbeit, beinhaltet aber nicht zwingend unseren Ausbildungsansatz.

      In diesem Zusammenhang freuen wir uns auch über kontroverse Diskussionen und möchten alle Leser aktivieren, hierzu gerne mit uns den Meinungsaustausch zu suchen.

      Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und entwicklungsfördernde Einsichten wünscht

      das Team des JFV Rhein-Hunsrück

  • Ich finde das Konzept großartig und wünsche euch weiterhin viel Erfolg.
    Ich habe aber noch eine Frage zur Nachwuchsförderung:
    Wie geht ihr mit Kindern um, die technisch, von der Spielübersicht und von den Ideen her sehr viel Potential zeigen, im Moment aber zu den kleineren Spielern der Mannschaft gehören?
    Kommt bei euch auch der RAE-Effekt der Spätgeborenen zum Tragen, oder habt ihr Konzepte, die dagegen wirken?

    • Hallo Sophie,

      zuerst einmal hoffen wir, dass dich nicht “nur” das Konzept JFV überzeugt hat, sondern möglicherweise auch eines unserer JFV Teams 😉

      Ansonsten zum Thema Nachwuchs- und Talentförderung im JFV Rhein-Hunsrück möchte ich etwas weiter “ausholen”: Wir beginnen bereits ab der Altersstufe U8 mit einem speziellen Futsaltraining für junge Ballspieltalente in unserer Region. Dieses Training läuft Vereinsübergreifend und findet einmal wöchentlich an den Samstagen statt. Hier geht es ausschließlich um Technik, Ballan- und mitnahme, Stops- und Starts, Richtungsänderungen, Finten und Tricks sowie viele, viele Spielformen im 1:1, 2:2, 3:3 bis hin zum 4:4 und damit verbundenen koordinativen Herausforderungen. Bis zur U13 gibt es bei uns also keine systembedingten Merkmale, welche den RAE-Effekt in der Nachwuchsförderung berücksichtigen. Im Futsaltraining haben es die Trainer primär noch mit “Individualisten” zu tun, um die sich intensiv gekümmert wird. Deshalb gibt es dort auch nicht den statischen Talentbegriff, in der lediglich danach geschaut wird, was ein Talent zum Zeitpunkt X an messbaren Fähigkeiten besitzt. Maßstab ist ein dynamischer Talentbegriff. D.h. was und in welcher Geschwindigkeit kann das Talent im Zeitraum X an technischen, taktischen und ganz wichtig, an kommunikativen Fähigkeiten erlernen? Im Vergleich zur statischen Talentmethode werden Leistungsschwankungen bei der dynmaischen Talentbeurteilungsmethode berücksichtigt. Faktoren wie Eigenmotivation, Wille, Kommunikationsfähigkeit und Empathie, die bei der Stichtagsmethode außen vor bleiben, werden ebenfalls im Selektionszeitraum bewertbar und kennzeichenbar. Wer mal mit Begeisterung und mal mit “Null-Bock-Stimmung” auf den Trainingsplatz kommt oder für den die Trainingsbeteiligung nicht so wichtig ist, darf nicht mit einer Aufnahme in die Talentförderung rechnen. Denn Förderung kann immer nur partnerschaftlich und interaktiv stattfinden!

      Allein bei den vorgenannten Bewertungskriterien kann das Geburtsdatum eines Talents schon keine Rolle spielen! Für mich liegt es deshalb nahe, das ein Großteil des RAE-Effekts in der Bequemlichkeit von Mannschaftstrainern zu suchen ist, für den Augenblick das Bestmögliche anzustreben, statt perspektivische (Hin zu …) Förder- und Ausbildungsmerkmale anzusetzen.

      Es ist mir verwehrt über Erfolge und Mißerfolge zu berichten. Ich kann jedoch versichern, das bei der dynamischen Talentselektionsmethode der RAE-Effekt zu vernächlässigen ist. Es können so eine größere Menge an Talenten ausgebildet werden. Auch ist die Wahrscheinlichkeit, das Spitzentalente in den Profibereich wechseln können, weil ausgewogenere Merkmalsabgleiche stattfinden! Fälle wie Robert Enke, Sebastian Deisler, etc. zeigen auf, das nicht nur nach dem Können, sondern auch das Wollen von Höchstleistung als auch das “Arbeiten in Grenzbereichen” gefragt werden muß. Wenn Fussball nicht mehr aus Spaß und Freude, sondern aus dem Zwang, die Erwartungen Dritter zu erfüllen, gespielt wird, dann entwickelt sich die “schönste Nebensache der Welt” zu einer Leidenstortur, für die auch die Eliteförderer verantwortlich sind!

      Unsere Jugendtalentförderung dient nicht dem puren Selbstzweck und wird sich deshalb auch nicht nach kurzfristigen Erfolgsinteressen allein messen lassen. Wir streben eine systematische Ausbildung von Sportspieltalenten für den späteren Erwachsenen-Leistungssport in unserer Region, als auch die Entwicklung für den Spitzenleistungssport an! Hierzu streben wir für die Zukunft auch die Entwicklung eines eigenen Internats an, mit der Möglichkeit, Dinge in den Alltag von Sportspieltalenten zu integrieren die ihm auch schulischen Erfolg garantieren. Dazu planen wir, die Methoden des Musikfoyer Tübingen und die Erfahrungen von Wei Tsin Fu aus dessen Brain Academy mit einfließen zu lassen.

      Entdeckung vonTalentpotential ist niemals von nur einem einzelnen Trainer einzuschätzen, weil er den gesamten Jugend- und Erwachsenenbereich nicht gleichermaßen kennt. Hier lassen wir ein Entscheiderteam die auf unterschiedlichen Ebenen mit den Jungs zusammenarbeiten, diskutieren, beraten und entscheiden. Bieten auch Spielern Möglichkeiten, die noch nicht soweit sind, da wir eine Vielzahl von Mitgliedsvereinen haben, hat jeder die Möglichkeit im Rahmen seiner derzeitigen Fähigkeiten aktiv zu sein und sowohl Förderung als auch in seinem gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben. Ferner nutzen wir Entscheidungszeiträume in dem die Fortschritte eines gesichteten Talents, was auf weitere Förderung geprüft wird, messen können! Da wir selbst keine eigene Seniorenabteilung haben, bilden wir nicht allein für den eigenen Verein aus, sondern auch für unsere Mitgliedsvereine und deren Leistungsorientierte Teams. Auch diese Regelung ist eher ein Garant dafür, das man keine kurzfristigen Saisoninteressen hat, sondern einer bestmöglichen Talentförderung für das Ende des Jugendzeitraums folgt.

      Es gehört also in erster Linie auch Mut dazu, etwas zu verändern in der Hoffnung, das Gute noch ein klein wenig besser machen zu können. Sich mit dem Guten zufrieden zu geben, hieße auch, Unzulänglichkeiten wie RAE-Effekt stillschweigend zu dulden, statt nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.

      Frei nach dem Motto:
      Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte
      Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen
      Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten
      Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter
      Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal

      gilt es immer an der Ursache zu arbeiten und nicht mit dem Schicksal zu hadern!

      In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für deine Rückmeldung zu unserem Konzept des “JFV”.

  • Hallo Jörg,

    zunächst einmal möchte ich Euch zu diesem Konzept bzw. der Grundidee, talentierte Kinder und Jugendliche adäquat zu unterstützen, beglückwünschen. Denn viel zu oft ist es für junge Menschen, auch wenn sie großes Talent besitzen, zu einem Proficlub zu wechseln, ein zu großer Schritt, da ihnen ihr soziales Umfeld schlichtweg fehlt. Und nicht selten zerbrechen viele (wie z.B. ein Sebastian Deisler) an dem psychischen Druck. Ich könnte hier an dieser Stelle noch einige Negativbeispiele mehr nennen, doch ich denke, ihr wisst, wovon ich “spreche”?!

    Ich verbleibe mit den besten Wünschen.

    Hermann J. Püllen
    Dipl.Sozialpädagoge/Mentaltrainer

  • Hallo alle zusammen,
    wird es noch ein weiteres Sichtungstraining für den Jahrgang 97 geben?
    Das wäre es dann auch schon gewesen.
    Viel Erfolg

  • Naja, ich hab nichts großartiges gegen das Projekt, aber ist das wirklich fair? Die Besten Spieler aus vllt. auch schwächeren Vereinen zu holen und dann (fast) jeden Verein in der D- und C-Jugend abzuziehen? Außerdem hab ich von vielen normalbegabten Spielern schon gehört, dass sie so die Lust am Fußball verlieren, wenn sie so “abgezogen” werden …

    Das ist mein Kontra – Zu Pro kann ich nur sagen, dass die Spieler schon sehr gut gefördert werden

    Ciao.

    • Hallo Nico,
      grundsätzlich hast du Recht. Aber das Modell JFV hat auch nicht das Ziel, auf Kreisniveau Fußball zu spielen, sondern möchte den in den vergangenen Jahren schon sehr früh abgewanderten Talenten, heimatnah die Möglichkeit geben, hochklassig Fußball zu spielen. Also im Prinzip ist die Zielsetzung die gleiche, wie die der von dir genannten “Normalbegabten”: mit Spaß Fußball spielen. Dass man sich aber nicht einfach für eine Regionalliga anmelden kann, sondern sich sportlich dorthin qualifizieren muss, liegt an Regularien, die auch durchaus Sinn machen. Da der JFV erst im März diesen Jahres gegründet wurde und es im Bereich der D-Junioren erst in der kommenden Saison zumindest eine Bezirksliga gibt, gab es nur 2 Möglichkeiten: Entweder keine D-Junioren zu melden und dafür ein A-Junioren Team, oder in den sauren Apfel beißen und die Spiele auf Kreisebene, gegen die Teams, wo die Talente ja auch noch her kommen, und die auch für diese Talente wenig Sinn machen, durchziehen und im kommenden Jahr zumindest eine Klasse höher spielen. Oder wirklich nur Freundschaftsspiele zu vereinbaren gegen Teams auf hohem Niveau, so wie dies im Rahmen unseres kürzlich stattgefundenen Blitzturniers passiert ist.

      Aber grundsätzlich ist es ja so, dass das JFV Team in der Feldrunde nur eines von 10 ist. D.h. gegen alle anderen Teams kann immer noch auf Augenhöhe mit Spaß am Fußball mitgekickt werden. Oder siehst du das anders?

      Im C-Junioren Bereich spielt der JFV zumindest schon einmal auf Bezirksliganiveau sodass nicht direkt vor der eigenen Haustür gespielt wird und die Gegner sind auch schon etwas stärker. Außerdem werden dort auch die Spiele nicht mehr fast alle zweistellig gewonnen.

      Nachwievor haben die Teams des JFV das Ziel, in 3 Jahren im Bereich der C – A-Junioren auf dem Niveau Regionalliga zu spielen.

      Wir hoffen, dich damit ein klein wenig mehr in Richtung PRO JFV überzeugen zu können.

      Dir und deinem Team wünschen wir trotz JFV viel Spaß und Freude am Spiel mit dem “runden Synthetik” äh, Leder 😉

      Gruß Jörg

  • Hallo,

    ich bin seit 1994 in der Jugendarbeit tätig und betreue seitdem auch Jugendmannschaften. Ich finde es immer gut, wenn man auch “Talente” fördert.
    Eure Ziele sind ehrgeizig und zeugen von Optimismus. Nach meiner Ansicht steht ihr aber doch zunächst im Konkurrenzkampf mit den örtlichen Vereinen. Wie soll denn der erste Aufstieg geschafft werden, wenn die Spieler der stärksten Vereine nicht bei Euch mitspielen? Im Kreis (ich nehme hier Emmelshausen und Rheinböllen aus) werden besonders im A-Jugendjahrgang (z.B. Kirchberg und Hausbay) besser aufgestellt sein als das Team JFV, wenn diese zwar aus vielen Vereinen Spieler bekommen, dieser aber vom Leistungsniveau nicht in der Spitze liegen. Hinzu kommt dann noch die Konkurrenz aus dem Mosel-Eifelbereich (z.B. Cochem), die über erfahrene Bezirksligaspieler verfügen, aber nicht in dieser Klasse spielen, da zur Zeit nur die B-Jugend in der Bezirksliga spielt.
    Wenn sich der sportliche Erfolg einstellt, werdet ihr auch sicherlich die notwendige Unterstützung erhalten. Ansonsten kann es schwierig werden, da die Vereine durch Abstellung von Spielern auch selbst geschwächt werden und evtl. Mannschaften nicht mehr gemeldet werden können.
    Ich bin davon überzeugt, dass die Spieler in den JFV Teams eine sehr gute und fundierte Ausbildung erhalten und sich dieses auf ihre persönliche Entwicklung und Leistung niederschlagen wird. Ich wünsche Euch, dass ihr die gesteckten Ziele erreichen werdet und von den beteiligten Vereinen die notwendige Unterstützung erhaltet.

    • Hallo Jürgen,
      auch dir ein herzliches Dankeschön für dein Feedback und die Gelegenheit, dir und unseren interessierten Lesern über dieses Medium das Konzept JFV noch näher zu bringen.
      Wir möchten in den Jahrgängen B- und A-Junioren noch gar keine eigene Mannschaft stellen, da die Talente, die wir damit fördern möchten ja schon längst hier aus der Region “verschwunden” sind. Da wir aber mindestens 3 Mannschaften melden müssen, werden 2 Vereinsmannschaften einfach nur ihren Namen “zur Verfügung” stellen. Das eigentliche Konzept des JFV beginnt im Spielbetrieb erst ab den D-Junioren. Spezielles Fördertraining startet mit einem speziellen Futsaltraining für Ball- und Bewegungstalente im Alter von 9 Jahren bei den F-Junioren. Die Spieler, die dann als JFV bei den D-Junioren in den Spielbetrieb starten sind dann schon eingespielte Teams und haben vorher gemeinsam schon auf hohem Niveau Wettkampferfahrung neben ihrem normalen Vereinsspielbetrieb sammeln dürfen. Gerade in diesen Altersklassen erwarten die Spieler Förderung und wechseln zu Hochklassigen Vereinen, da dort im Frühförderbereich etwas getan wird.
      In den Jahrgängen 1998, 1999 und 2000 gibt es sehr viele Talente, die noch nicht in den “Spitzenvereinen” des Hunsrücks kicken und sehr gerne für den JFV spielen möchten. Wenn das Modell nicht greifen sollte, wären das Spieler, die schon wieder aus unserer Region “Verschwinden” würden.
      Wir haben z.B. gerade in dieser Woche schon wieder erlebt, wie Scouts vom 1. FC Köln 4 Spieler des Jahrgangs 1999 “verpflichten” wollten. Diesen Spielern möchten wir gerne mit dem JFV eine Plattform bieten, um regional im Hunsrück hochklassigen Juniorenfussball zu spielen. Dazu muss man einfach im Alter zwischen 8 und 12 Jahren noch nicht nach Köln, Leverkusen, Mainz, Kaiserslautern oder Hoffenheim wechseln. Uns geht es dabei auch um das Wachstum im eigenen sozialen Umfeld von Familie, Schule, Freunden und der weiteren Bindung zum Heimatverein.
      Gruß Jörg

  • Zuerste einmal Glückwunsch für diese wirklich toll aufgebaute Seite. – Das sieht alles sehr professionell aus und ist es sicherlich auch. Ein solches Projekt kann nur langfristig angelegt sein. Die Umsetzung wird sicherlich nicht einfach.

    Was mich allerdings nachdenklich stimmt ist, dass ohne jeden Zweifel davon ausgegangen wird, das Erfolge vorprogrammiert sind. Das geht im Sport nicht. Vor allen Dingen dann nicht, wenn sich die leistungsstärksten Vereine des Hunsrücks auf ihre eigene Jugendarbeit stützen. Emmelshausen, Kirchberg, Rheinböllen. Für mich nachvollziehbar und verständlich. Denn auch wir in Cochem werden unsere eigene Jugendarbeit fortführen und nach Möglichkeit weiter intensivieren.

    Supertalente wachsen nicht auf den Bäumen oder den fruchtbaren Äckern des Hunsrücks. Und auch nicht in den Weinbergen von Cochem und Umgebung. Welcher Weg der richtige ist, das wird sich sicherlich erst in einigen Jahren zeigen. Aber der Gedanke, dass sich die gebildeten Teams kurzfristig, jeweils in höheren Spielklassen wiederfinden, wird so sicherlich nicht planbar sein. Ich wünsche dem Projekt und allen die sich hier engagieren, viel Glück und einen langen Atem, denn den wird man sicher brauchen.

    Alles Gute für Euch und sportliche Grüße von der Mosel.
    Dieter Nicolay (Jugendleiter JSG Cochem)

    • Hallo Dieter,
      vielen Dank für dein Feedback. Hintergrund unserer Initiative ist die Tatsache, dass wir hier im Hunsrück in jedem Jahrgang in den vergangenen 10 Jahren zwischen 5 und 12 Spieler verloren haben, die zum Fußballspielen, im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, zu Vereinen wie Mainz 05, Hassia Bingen, TuS Koblenz, 1. FC Kaiserslautern etc. gewechselt sind, um Talentförderung zu erfahren. Um diesen Spielern mindestens bis zu den B-Junioren hier bei uns im Hunsrück eine Plattform zu bieten, haben wir den JFV Rhein-Hunsrück gegründet.

      Damit wollen und können wir natürlich keine zukünftigen Erfolge voraussagen, glauben aber, den Familien und den talentierten Kindern damit eine Möglichkeit anzubieten, regional in ihrem sozialen Umfeld weiter wachsen zu können. In diesem Zusammenhang setzen wir uns auch gemeinsam positive, erreichbare Ziele.

      Der JFV möchte also Talentförderung in der Region Rhein-Hunsrück betreiben und steht nicht im direkten Wettbewerb zu den lokalen Vereinsmannschaften. Wir glauben, dass nur da, wo Spitzenförderung stattfindet, auch in der Breite eine weitere Verbesserung möglich ist. Damit ergänzt der JFV das jeweilige Vereinsangebot und ermöglicht neben Breiten- und Leistungssport auch Spitzensport in unserer Region.

      Inwieweit das nun kurzfristig zu erreichen ist, bleibt natürlich abzuwarten. An dem Ziel, nach 4 Jahren mit den C- und B-Junioren Rheinlandliga zu spielen, wollen wir uns messen.

  • Hallo liebe Mitbegeisterte des Junioren Hunsrück Fussballs,

    ich freue mich für euch und eure super Idee!!!

    “Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” und das wird zauberhaft!!!

    Ich wünsche euch mit dem JFV viel FREUDE – Spass und Erfolg! Möge die Saat eine reiche Ernte bringen!
    “Denn unsere Jugend ist unsere Zukunft und unser Kapital”.

    Ich glaube an euch!

    Herzliche Grüsse an euch alle, es ist schön, dass es euch gibt!
    Monika aus Beatenberg

  • Ich wünsche Euch alles Gute bei diesem Projekt und Vorhaben. Leider konnte ich nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen, finde es aber sehr gut das so viele Vereine mitmachen und drücke Euch die Daumen. Ein Dankeschön an alle Personen die aktiv in diesem Projekt mitarbeiten und ihre Bereitschaft zur Jugendförderung gezeigt haben.

    Alles Gute, Erfolg und Begeisterung
    für die Zukunft.

    Michael Kassner

  • Das sagten Klubs und Funktionäre zum JFV im Rahmen eines Interviews mit Mirko Bernd & Sascha Nicolay, Sportredakteure der Rhein-Hunsrück-Zeitung. Quelle: http://www.epaper.rhein-zeitung.de/10/03/04/J/10/e83e5946b2afd4c64f23e3eb606c2f37.html

    SIMMERN. Der Jugendförderverein (JFV) Rhein-Hunsrück ist derzeit ein Thema im hiesigen Fußball. Die Rhein-Hunsrück Zeitung hat bei Vereinen, beim Kreis und beim Verband nachgehört, wie man dem Modell gegenübersteht. Tendenz: Ganz gute Idee, mal die Umsetzung abwarten.

    Ein Meinungsüberblick:

    ● Hans Christmann (Kreisvorsitzender Hunsrück/Mosel): “Das Konzept ist grundsätzlich vom DFB gewünscht und ich bin ohne Frage dafür, wenn die Voraussetzungen stimmen. Wie zum Beispiel, dass drei Teams in drei von vier Altersklassen von D- bis A-Jugend gemeldet werden müssen. Das ist ganz wichtig, wobei es bei B- und A-Jugend ja interessant ist, wie das angegangen wird. Ob ein Spieler vom Grundgedanken her eher zum JFV, statt zum Beispiel zum 1. FC Kaiserslautern gehen wird, weiß ich nicht. Das muss man abwarten.”

    ● Karl Hartmann (Sportlicher Leiter TSV Emmelshausen): “Ich bin Neuerungen grundsätzlich positiv aufgeschlossen. Wenn sich Menschen für die Nachwuchsförderung so engagieren und sich etwas davon versprechen, ist das legitim. Spieler mit gewissen Qualitäten werden meiner Meinung nach dennoch zu Profivereinen wechseln. Der TSV wird den JFV, wo es machbar ist, unterstützen, aber wir werden an unserem Jugendkonzept festhalten. Das Konzept muss langfristig fundiert sein. Ich finde, die Grundidee in Ordnung, ob sie bis zur Spitze durchgezogen wird, muss man abwarten.”

    ● Werner Boos (Vorsitzender des Ex-Rheinlandligisten TuS Argenthal): “Wir nehmen mit dem TuS zwar bei den Senioren nicht mehr am Spielbetrieb teil. Grundsätzlich bin ich für einen JFV, denn ich sehe viele Talente im Hunsrück, die man so in der Region halten könnte.”

    ● Bernd Müller (Vorsitzender SG Mörschbach): “Wir streben derzeit eher eine eigene JSG an. Wir haben uns zwar auch mit dem JFV beschäftigt, aber werden das erst intensivieren, wenn es für uns wirklich konkret wird. Grundsätzlich sehe ich das positiv, aber aus meiner Sicht sind die Rahmenbedingungen längst noch nicht geklärt.”

    ● Philipp Steigerwald (Trainer B-Jugend-Bezirksligist TuS Rheinböllen): “Ich finde das Konzept gut. Der Trend ist da, dass Talente abwandern und man sie hier nicht mehr sieht. Ich unterstütze das, wenn man auf absehbare Zeit hochklassig überregional spielen könnte mit einem solchen Verein. Ich habe mit Maurice Volkweis und Raphael Kauer ja zwei Rheinlandauswahlspieler, die sehr heimatverbunden sind, sie hätten auch nach Mainz gehen können. Für solche Spieler ist so ein Verein interessant, wobei es für mich als Trainer schwer werden würde, sie abzugeben. Denn ich muss mir natürlich auch die Frage stellen: Was ist dann mit dem Rest der Mannschaft?”

    Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung (http://www.rhein-zeitung.de)

  • Hallo zusammen,
    ich bin begeistert von der Idee eines Hunsrücker Jugendteams mit der Zielsetzung Regionalliga zu spielen!

    Seit 2005 habe ich viele tausende Kilometer zusammen mit meinem Sohn im Auto verbracht – von Sportplatz zu Sportplatz. Als fussballverrückter Vater wollte und konnte ich ihm (er war 9 Jahre alt) die reizvolle Möglichkeit in einem Bundesligaverein zu spielen nicht nehmen. In diesen 5 Jahren überregionaler Jugendfussball, in verschiedenen Vereinen, haben wir viele Erfahrungen gesammelt, die ich gerne hier teile.

    Das Leistungsprinzip im Fussball ist entgegen vieler Meinungen, auch in diesem Alter für die Kinder ein ganz normaler Vorgang. Die Kinder können ihre Leistung meistens besser einschätzen als die Eltern.

    Die fachlich-kontinuierliche Arbeit von lizenzierten Trainern kann in den meisten kleinen Vereinen so nicht geleistet werden und ist wichtiger Bestandteil für erfolgreichen Fussball.

    Haben alle Spieler einer Mannschaft ein ähnliches Leistungsniveau (egal ob hoch oder tief), ist dies für den Teamgedanken förderlicher als wenn es ein großes Gefälle gibt.

    Zum Thema Schule folgendes. Natürlich besteht die Gefahr, dass bei den vielen notwendigen Fussballeinheiten die Schule zu kurz kommt, es kann aber auch zu einem positiven Effekt führen. Der sportliche Erfolg bringt Selbstbewußsein und Sicherheit, der Leistungsgedanke überträgt sich so in andere Bereiche des Lebens.

    Ich wünsche allen Verantwortlichen viel Erfolg und hoffe, dass die gesteckten Ziele erreicht werden können.

    Mit sportlichem Gruß

    Gerd Platten

  • Fußballprofi werden, ein Traumberuf ?

    Diese Frage kann ich nun definitiv mit einem Ja beantworten. Dies hätte ich wahrscheinlich auch im Kindes- bzw. Jugendalter mit Ja beantwortet, doch heute weiß ich, dass das Gesamtpaket bei dieser Entscheidung stimmen muss!

    Der familiäre, der schulische und der sportliche Bereich ist ein Dreieck, das man meiner Meinung nach nicht auseinander reißen darf, um maximalen Erfolg in allen Bereichen zu haben.

    Ich habe mich im Juniorenbereich gegen den 1. FC Köln, dem etwaigen Sprungbrett in den Profifußball und für die Familie und Schule entschieden. Dadurch kam ich zu meinem Abitur und Studium, bin nun als Diplom-Sportwissenschaftler nach meiner aktiven Laufbahn als Fußball-Profi in Braunschweig tätig.

    Die Verbindung im besagten Dreieck wurde erst gelockert, nachdem ich wirklich selbständig auf eigenen Beinen stehen konnte!

    Kritiker mögen nun sagen, dieser Zeitpunkt ist individuell und heutzutage viel früher möglich. Dies mag sein, allerdings sehe ich aber auch als B-Juniorentrainer von Eintracht Braunschweig, dass viele Jugendliche alles hinter den Fußball stellen, auch die schulische Ausbildung.

    Ihr versucht nun diese Philosophie und Idee in meiner Heimat, in der Rhein-Hunsrück-Region professionell umzusetzen, und diesen Ansatz finde ich klasse!

    Kinder und Jugendliche können sich in ihrer vertrauten Region sportlich weiterentwickeln und die anderen Bereiche sind auch berücksichtigt. Eine Lücke, die es lange im Hunsrück gab, soll geschlossen werden. Und vielleicht schafft die/der ein oder andere auch dadurch ihren/seinen Traumberuf, Fußballprofi im vertrauten Umfeld, zu erreichen, ohne dass die schulische Ausbildung darunter leidet.

    Dafür drücke ich Euch ganz fest die Daumen!

    Viele Grüße aus Braunschweig

    Torsten Sümnich

  • Herzlichen Dank an die Initiatoren dieser Idee und ihrer Verwirklichung. Dies ist ein wichtiger Schritt, zu erinnern, dass ein talentiertes Kind sich auch nur in einer Umgebung seinesgleichen mit entsprechender Forderung und Förderung auf seinem Niveau weiter entwickeln kann. Ich bin davon überzeugt, dass die Gründung des JFV die Jugendtrainerarbeit der teilnehmenden Vereine erleichtert, da die Leistungsdichte in der Vereinsmannschaft etwas besser wird und die Leistungsstärke der konkurrierenden Mannschaften etwas enger zusammen rückt.

    Ein zusätzlich sehr wichtiger Aspekt ist m. E. der Sozialstatus: Während heute einem Kind aus einem finanziell gesicherten Umfeld, Trainingsteilnahmen in den sog. “großen” Vereinen wie Koblenz, Bingen oder Mainz geboten werden, wird hier die Möglichkeit geschaffen, allen fußballbegabten Kindern aus der Umgebung, Förderung zu vermitteln.

    Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg bei der Gründung des JFV und danach bei der Realisierung der Ziele.

  • Liebe Fußballfreunde,

    dieses Projekt ist tatsächlich ein wunderbares Beispiel für eine gemeinsame gesellschaftliche Aktivität, ein Herz für den Sport und den richtigen Sinn für die Förderung unserer Kinder! Dieses Beispiel sollte Vorbild für andere ähnliche Initiativen sein!

    Ich werde dieses Projekt die nächsten Monate und Jahre sehr gerne verfolgen!

    Beste Grüße aus Bayern!

    Dr. Werner Krutsch

    Ärztlicher Koordinator
    FIFA Medical Centre of Excellence Regensburg

  • Hallo,
    der Sport kann und soll helfen, Kindern und Jugendlichen soziale Kompetenz und gesellschaftliche Grundwerte zu vermitteln.
    Dabei gehören Leistung und Motivation untrennbar zusammen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Beides anzustoßen und damit auch die Bereitschaft zu mehr Aktivität, Bewegung oder sozialem Engagement zu wecken, zählt zu den besonderen Herausforderungen unserer Gesellschaft.

    Eure Initiative ist genau der richtige Weg, um mit den richtigen Programmen und Angeboten die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Ich finde das Projekt absolut begrüßenswert und freue mich, dass es gelungen ist, die notwendige Unterstützung von allen Seiten zu der Gründung des Juniorenfördervereins zu finden.
    Ich werde dieses Projekt mit Interesse verfolgen und wünsche allen beteiligten Personen viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung.

    Viele Grüße aus dem Siegerland
    Carsten Effertz
    Talent United

  • Hallo
    ich finde die Idee hinter diesem Projekt einfach klasse und hoffe sehr, dass es euch gelingt, die gesetzten Ziele zu erreichen. Als Hunsrücker weiß ich selbst nur zu gut, dass in Sachen Ausbildung und Talentbetreuung/-förderung noch Defizite im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands bestehen.

    Der Ansatz, den besten und talentiertesten Kids ein sportliches und soziales Umfeld zu bieten, dass eine gezielte Förderung in einem leistungsorientierten Trainingsumfeld, mit einer hohen Leistungsdichte ermöglicht, ist definitiv der richtige Ansatz.

    Dass es möglich war, so viele Vereine und Personen für das Projekt zu begeistern, überrascht mich positiv, zeugt es doch von einem hohen Vertrauen in die Gründung des Fördervereins und deren Ziele, sowie letztlich natürlich auch von einem hohen Vertrauen in die handelnden Personen. Ich werde das Projekt mit großem Interesse weiterhin verfolgen und wünsche euch allen viel Erfolg bei der Umsetzung!!!

    Viele Grüße in den Hunsrück,
    Sebastian Stache
    Co-Trainer der Philippinischen Nationalmannschaft

  • Hallo,

    finde Euer Engagement und die Idee wirklich sehr gut!
    Falls es also etwas zu tun gibt, oder ihr Hilfe braucht, scheut euch nicht mich zu fragen.
    Können im JFV nur Vereine Mitglied werden oder auch „normale“ Menschen?

    Viele Grüße aus Wiesbaden
    Rolf

    • Hallo Rolf,
      es können auch, juristisch formuliert, natürliche Personen Mitglied werden. Aber wie das genaue Procedere aussieht bzw. aussehen soll, wird letztlich bei der Gründung des Vereins, die Mitgliederversammlung beschließen. Ich kann mir vorstellen, dass es auf jeden Fall die Möglichkeit von sogenannten Fördermitgliedschaften geben wird, die auch von Privatpersonen übernommen werden können und ansonsten “Stimmrechts Mitgliedschaften”, die durch die Vereine übernommen werden. Im Vorfeld der Gründung wird noch zu klären sein, welche Formerfordernisse erfüllt sein müssen, um im Sinne der Förderrichtlinien des Sportbundes und des Fußballverbandes handlungsfähig zu werden. Diese Punkte werden gerade mit Unterstützung von dem Notariat Suda, durch Andreas Krauß im Bereich der Satzung geprüft und durch Frau Barbara Berg vom Fußballverband für den Bereich der Vereinsgründungsgrundlagen.

      Vielen Dank für deine Bereitschaft diese Aktion mit zu unterstützen.

      Sportliche Grüße
      Jörg

  • Hallo,
    dass dieses Konzept erfolgreich sein wird, wenn wir alle an einem Strang ziehen, zeigen die Erfolge der IGS-Kastellaun und des HJG Simmern im Bereich Schulfußball. Beide Schulen haben durch ihre Größe jeweils Auswahlmannschaften der Region im Wettbewerb “Jugend trainiert für Olympia” und “Fritz-Walter-Cup” am Start. In beiden Wettbewerben stellen beide Schulen abwechselnd die Kreismeister in allen Jahrgängen und können bis auf Landesebene erfolgreich im Schulwettbewerb mitspielen, z.B. ist die IGS-Kastellaun Landesvizemeister 2009 beim “Fritz-Walter-Cup” (Futsalturnier der Schulen).
    Die Jungs lieben es, gemeinsam auf hohem Niveau zu spielen und sind bei mir jeder Zeit bereit, auch auf Freundschaftsturnieren außerhalb der Schulzeit ihr Können unter Beweis zu stellen.
    Wie erfolgreich könnten die Jungs spielen, wenn diese Kräfte durch gemeinsames Training und regelmäßige Spiele vereint werden?!

    Ich zweifle nicht an dem Erfolg des JFV und fiebere der Gründung entgegen. Lasst es uns angehen!!!

    Grüße aus Kastellaun

  • Hallo,
    ich finde es super, dass so viele Vereine gemeinsam dieses Vorhaben mit ins Leben rufen wollen.
    Ich habe keine Zweifel daran, dass dieses Konzept Erfolg haben wird.

    Gruß aus Kastellaun

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