Spielerwechsel im Nachwuchsausbildungsbereich (Hier Formular anschauen)

 

Bei einem Stammverein oder nahegelegenen Nichtstammverein spielt ein herausragender Torwart? Unser Nachwuchsspieler will doch lieber wieder im Stammverein spielen? Ein Nachwuchsleistungszentrum klopft wegen des größten Talents in einem unserer Kader an?

 

Ein heikles Thema: Vereinswechsel im Nachwuchsausbildungsbereich.

 

Viele unserer Jugendtrainer sind unsicher im Umgang mit talentierten Spielern, wechselwilligen Spielern, ambitionierten Eltern und werbenden Vereinen.

 

Der JFV Rhein-Hunsrück als Ausbildungsverein im Jugendleistungsbereich möchte hier klare Vorgaben definieren, wie wir in diesen Situationen vorgehen möchten: Ein Spieler möchte wechseln, ein Verein möchte mit einem unserer Spieler Kontakt aufnehmen, wir haben einen besonders talentierten Spieler in unseren Reihen, wir möchten einen Spieler eines anderen Vereins oder auch eines Stammvereins ansprechen.

 

Im Grunde ist es ganz einfach. Jeder Trainer will gewinnen. Aber statt Ergebnis- und Erfolgsorientierung sollten – gerade im Nachwuchsausbildungsbereich – immer zwei Dinge im Mittelpunkt stehen:

 

Die Ausbildung und die individuelle Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers.

 

Mit einem respektvollen Umgang und einfachen Spielregeln lassen sich unnötige Konflikte leicht vermeiden.

 


Einer unserer Spieler möchte wechseln

  • Erster Ansprechpartner hierfür ist sein Trainer: Der Spieler muss zunächst um ein Gespräch unter vier Augen bitten und seinen Wunsch erläutern.
  • Frage den Spieler nach seinen Gründen! Ein Wechselwunsch kann sowohl aus sozialen (Zusammenspielen mit Freunden, weniger Aufwand usw.) als auch aus Leistungsgründen (persönliche Prioritäten haben sich verändert, bzw. der Leistungsanreiz für noch weiter nach oben ist vorhanden) erfolgen.
  • Argumentiere mit dem Spieler auf Augenhöhe und stelle gegebenenfalls noch einmal die Argumente zum Verbleib in der Mannschaft vor.
  • Sag dem Spieler, dass er mögliche Probetrainingstermine absprechen und abstimmen muss. In diesem Falle erhält er die erforderliche schriftliche Genehmigung hierfür.
  • Steht der Wunsch des Spielers fest, akzeptiere diesen ohne Groll und hilf ihm bei der Erledigung der Formalitäten.


Ein Verein möchte mit einem unserer Spieler Kontakt aufnehmen

  • Such das Gespräch mit dem betreffenden Spieler und bereite ihn auf die bevorstehende Kontaktaufnahme vor.
  • Frag nach, ob er an einem Wechsel überhaupt Interesse hat.
  • Lege im Gespräch gegebenenfalls auch nochmal alle Vorteile für den Spieler dar, die er bei uns hat.
  • Beobachte, ob der anfragende Verein ein klares “Nein” unseres Spielers akzeptiert.
  • Ist unser Spieler besonders talentiert, und der Wechsel würde ihn weiterbringen, unterstützen wir den Spieler hierbei.
  • Über die Sportliche Leitung erteilen wir gegebenenfalls schriftlich die Zustimmung zu einem Probetraining (siehe Anlage). Bespreche die Termine mit dem Spieler.


Wir haben einen besonders talentierten Spieler in unseren Reihen

  • Ein besonders talentierter Spieler ist in unserem Team immer noch unterfordert und benötigt den nächsten Schritt.
  • Überlege, wie wir diesen Spieler durch Individualtraining und vereinsintern weiter fördern können.
  • Reicht dies immer noch nicht aus, unterstützen wir auf Wunsch auch ein Probetraining bzw. einen Vereinswechsel zu einem Leistungszentrum bzw. Bundesligaverein.
  • Fahre gegebenenfalls als Begleiter und Ansprechpartner persönlich mit.
  • Binde in diesen Prozess die Sportliche Leitung mit ein und besorge gegebenenfalls die erforderliche schriftliche Einverständniserklärung zum Probetraining.
  • Denke immer daran: Es ist mit ein Verdienst der Ausbilder, dass es unsere Spieler so weit geschafft haben. Darauf darf jeder stolz sein! Schließlich steht die Ausbildung im Nachswuchsbereich im Mittelpunkt.

 

Wir möchten einen Spieler eines anderen Vereins ansprechen

  • Reflektiere, ob ein Wechsel in unser Team für den Spieler wirklich ein sinnvoller Schritt ist.
  • Informiere den Jugendleiter des betreffenden Vereins vorab davon, dass du mit dem Spieler gerne in Verbindung treten möchtest.
  • Gib dem Verein die Gelegenheit, den Spieler hiervon zuerst zu informieren.
  • Kontaktiere die Eltern des Spielers und teile ihnen dein Interesse mit. Akzeptiere ein klares “Nein”! Bei Interesse der Eltern, lade den Spieler gegebenenfalls zu einem Probetraining ein! Vergiss hierbei aber niemals, den Eltern mitzuteilen, dass sie hierfür eine unterschriebene schriftliche Genehmigung des abgebenden Vereins benötigen. Lass den Spieler ohne eine solche Genehmigung auf keinen Fall mit trainieren! Eine Vorlage hierzu ist beigefügt.
  • Macht ein Vereinswechsel nach einem oder zwei Probetrainingseinheiten und entsprechenden Gesprächen für beide Seiten Sinn, so besprich mit den Eltern und dem Spieler die weiteren Schritte. Unterstütze unbedingt, dass der Spieler die Saison in seinem bisherigen Verein sauber zu Ende spielt.
  • Unterstütze die Familie bei den Wechselformalitäten.

 

Ein Spieler eines anderen Vereins spricht uns direkt an und möchte zum Probetraining kommen

  • Hole dir Informationen zu dem Spieler ein. Für welchen Verein spielt er. Auf welchem Niveau und in welcher Position hat er dort gespielt. Nimm Kontakt mit dem betreffenden Verein und Trainer auf und reflektiere, ob ein Wechsel in unser Team für den Spieler wirklich ein sinnvoller Schritt ist.
  • Bitte den Spieler und/oder seine Eltern, den Jugendleiter und Trainer des eigenen Vereins vorab darüber zu informieren, dass der Spieler gerne mit dem JFV in Verbindung treten möchte und ein Probetraining absolvieren will.
  • Gib dem Verein die Gelegenheit, vor einem Probetraining mit dem Spieler persönlich über diesen Schritt zu sprechen.
  • Bei Interesse der Eltern und dem Spieler an einem Probetraining, müssen die Eltern bzw. der Spieler zwingend eine unterschriebene schriftliche Genehmigung des Vereins dabei haben. Lass den Spieler ohne eine solche Genehmigung auf keinen Fall mit trainieren! Eine Vorlage hierzu ist beigefügt. Dies ist aus Versicherungstechnischen Gründen und aus Gründen der Fairness und sinnhaften Kommunikation zwingend erforderlich. Ein Nachreichen dieser Genehmigung ist nicht möglich und führt dazu, dass der Spieler nicht mittrainieren kann.
  • Macht ein Vereinswechsel nach einem oder zwei Probetrainingseinheiten und entsprechenden Gesprächen für beide Seiten Sinn, so besprich mit den Eltern und dem Spieler die weiteren Schritte. Unterstütze unbedingt, dass der Spieler die Saison in seinem bisherigen Verein sauber zu Ende spielt.
  • Unterstütze die Familie bei den Wechselformalitäten.

 

Der Jugendspieler steht im Mittelpunkt!

Im Mittelpunkt stehen die Ausbildung und die
individuelle Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers.
Diese gilt es, möglichst objektiv zu bewerten!

Eine Antwort auf SPIELERWECHSEL

  • Hallo, ihr Lieben,
    finde ich klasse, dass ihr das jetzt so klar für alle Seiten definiert.
    Eine eindeutige und frühzeitige Kommunikation hilft allen Beteiligten, besonders in einer solch hochemotionalen Situation… ich weiß wovon ich da rede.
    Für uns bißchen schade, dass das erst jetzt kommt, denn in unserem Fall war leider der Punkt 1.1 bereits gescheitert… Kleiner Unterschied war, dass nicht der Spieler, sondern die Mutter um das Gespräch gebeten hatte und die ausbleibende, bzw. ausweichende Reaktion als Desinteresse am Spieler interpretiert wurde, worauf hin sich dann eben Einschätzungen und Entscheidungen ergaben, die man kurzfristig nicht mehr auflösen konnte, obwohl dann die Punkte 1.2 und 1.3 absolut umgesetzt wurden… leider aber zu spät.
    Eltern kann ich nur den Tipp geben, ebenfalls sehr konkret zu werden und auch wenn es noch nicht den definitiven Wechselwunsch gibt, sich aber Anzeichen beim Spieler zeigen, diese Ernst zu nehmen und frühzeitig das gemeinsame Gespräch zu suchen. Natürlich meine ich damit nicht die “Wenn mein Kind nicht öfter (oder in der Mannschaft) spielt, wechselt es”-Drohung 😉
    Schön aber, dass ihr Situationen hinterfragt und sie zur eigenen Entwicklung und zum Wohl der Kinder nutzt.
    Drücke die Daumen, dass die praktische Umsetzung gelingt!
    Alles Gute und liebe Grüße aus Rheinböllen

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