Kennst du das? Du willst ein ambitioniertes fußballerisches ZIEL angehen, aber ein innerer Widerstand oder eine Art Angst lässt dich alle möglichen Ausreden oder Ablenkungen finden, um bloß zu RE-agieren und nicht aus deinen eigenen Ressoucen heraus zu agieren.

Wann immer Du etwas im weitesten Sinne “Kreatives”, Neues oder Wichtiges, beginnen, regelmäßig fortsetzen oder zum Abschluß bringen willst, überfallen dich Situationen, die dich von dem gewünschten ZIEL ablenken.

Hier sind 7 Hinweise, die dir helfen können, damit besser umzugehen und deiner Kreativität und deinen ZIELEN besser freien Lauf lassen zu können:


Nimm es nicht persönlich

Angst vor Neuem und innerer Widerstand sind keine persönliche Neurose, sondern ganz normale menschliche Reaktionsweisen. Du musst keine Ursache deiner Blockaden in deiner Biographie aufspüren oder etwas therapieren – Angst und innerer Widerstand gegen das Neue sind gehirnphysiologisch in jedem von uns tief verankert: Unser evolutionär älteres Reptilienhirn, dass für die “Flucht oder Kampf”-Reaktion verantwortlich ist, reagiert auf alles Neue immer noch automatisch wie auf einen potentiellen Feind und sendet entsprechende emotionale Signale, auch wenn unser rationales Großhirn eigentlich weiß, dass keine Gefahr besteht. Deine Kreativangst und Widerstände entspringen also nicht deiner persönlichen Unvollkommenheit, sondern dem Design des menschlichen Hirns. Nimm es also nicht persönlich – Du kannst nichts dafür, es ist nur das Reptilienhirn, das sich meldet.

 

Finde dich damit ab

Erwarte nicht, das es sich ständig gut anfühlen muss. Finde dich damit ab, dass dein Reptilienhirn immer wieder angstähnliche Signale inneren Widerstands auslösen wird. Je mehr Du dich damit abfindest, desto öfter wirst Du trotz dieser irrationalen Empfindungen handeln können. Je mehr Du den inneren Widerstand als natürliches Phänomen akzeptierst, desto öfter wirst du dich mit ihm arrangieren können und dennoch anfangen, weitermachen oder dein Werk vollenden.

 

Nimm dein Leben, wie es ist

Oft nutzen wir die äußeren Umstände, um sie als Ausrede zu gebrauchen, nicht kreativ sein zu müssen: “Wir haben zu kleine Spieler in unserem Team” – “Uns fehlt die körperliche Athletik um uns durchsetzen zu können” – “Wir haben nicht ausreichend Ressourcen um ein zielführendes Training zu absolvieren” – “Die Pupertät verhindert ein zielgerichtetes Zusammenarbeiten innerhalb des Teams, da der Fokus auf zu vielen anderen Dingen auch noch liegt”.

Richte dich stattdessen in deinem Leben ein und finde Wege, deine fußballerischen ZIELE dennoch irgendwie in deinen Alltag einzubauen. Wer immer nur wartet, bis sich die Umstände ändern, damit er etwas ändern kann, wartet oft sehr lange. Wer aber etwas ändert inmitten seiner Umstände, der verändert mit der Zeit oft auch diese Umstände. Dein Leben ist, wie es ist. LEBE damit – und verändere dich inmitten dieses Lebens.

 

Übe Fehler machen

Wir sind schulisch und gesellschaftlich und gerade im Fußball auf Fehlervermeidung getrimmt. Aber eine Spielphilosophie und große Kreativität gehen oft mit “Fehler machen” einher. Statt also Fehler vermeiden zu wollen, lohnt sich oft die gegenteilige Einstellung:

Fehler üben. So viele Fehler wie möglich machen. Bereitwillig Fehler machen. Das “Fehler machen” mögen lernen. Gerade dann stellen sich Verbesserungen oft viel schneller ein, als wenn man sofort alles richtig zu machen versucht. Und der Anfang fühlt sich etwas leichter an, wenn man sich gestattet, ja es geradezu begrüßt, Fehler zu machen. Dafür bietet sich das Training geradezu an. Hier dürfen bis zu vier mal in der Woche Fehler gemacht werden.

 

Bleibe realistisch

Meistens beginnen wir Neues mit übersteigerten Erfolgserwartungen. Aber nicht alles, was wir beginnen wird fantastisch erfolgreich. Manchmal sind die Ergebnisse, trotz unserer besten Bemühungen, ziemlich gewöhnlich. Auch das gehört zum MenschSein und zum Sport dazu. Realistische Erwartungen haben heisst nicht, seine Ziele niedrig zu stecken – aber es heisst durchaus auch einmal zu erwarten, dass ein Ziel vielleicht nicht immer erreicht wird, und zu wissen, dass das auch ok sein darf. Denn auch wenn du hochgesteckte Ziele nicht erreichst, so bist du doch ein ganzes Stück vorwärts gekommen. Und dieses Stück Entwicklung allein hat sich gelohnt.

 

Erlebe Sinn als wichtiger wie gute Gefühle

Wir alle wollen uns gut fühlen und das ist auch gut so. Aber beim Anfangen, Durchführen und Abschließen großer Herausforderungen und kreativer Spielphilosophien kommt uns dieser Wunsch oft in die Quere, wenn Ängste und Widerstände zu stören versuchen. Eine grundlegende Veränderung der Perspektive ist hier sehr hilfreich: Wenn wir uns weniger auf gute Gefühle konzentrieren, und stattdessen mehr auf den Sinn der Herausforderung und die kreative Entwicklung fokussieren, uns das “Warum, Wozu und Wofür” des kreativen Spielens vergegenwärtigen, dann lassen wir uns von Ängsten und Widerständen nicht mehr so oft aus der Bahn werfen, weil unserer Prioritäten bei dem Sinn des Spielens liegen und weniger dabei, uns immer wohl fühlen zu müssen.

 

Tendiere zum Fertigstellen – Bringe es zu Ende und zu der Devise “gut ist oft gut genug”

Oft stellen wir etwas nicht fertig, weil es nicht perfekt genug erscheint: Unsere Spielphilosophie ist noch nicht so erfolgreich wie das von XYZ , also verändern wir nach wenigen Versuchen das System. Nach 10 Trainingsstunden stellen wir fest, dass wir noch immer eine hohe Fehlerquote im Passspiel haben und wahrscheinlich nie ein Meister werden und hören deswegen auf. Unsere Vorstellung von TALENT ist nach Verfliegen der Anfangs-Euphorie irgendwie anscheinend doch nicht der super-originelle Knaller und wir stellen alles in Frage, bringen es vielleicht nicht zu Ende.

Stattdessen gilt es, sich zur Gewohnheit zu machen, dass “gut” oft wirklich gut genug ist. Man muss kein Meister werden um von regelmäßig gutem Training zu profitieren und 10 gut umgesetzte Trainingsideen bringen in jedem Fall mehr als 10 nicht umgesetzte Ideen. Oft liegt der Lohn im Weitermachen, und besser als die “eine Perfektion” ist sehr oft das viele gute “gut genug”.

 ALSO: Sei Du Selbst. Nur besser 😉

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