JFV Rhein Hunsrück  –  TSV Schott Mainz 1:3 (0:1)

Selbstvertrauen muss her – noch zu viele leichtfertige individuelle Fehler

Am 10. Spieltag der C-Junioren-Regionalliga Südwest ist der bis dato Tabellenzehnte TSV Schott-Mainz zu Gast im Hunsrück. Die positiven Eindrücke aus der Partie gegen Eintracht Trier und eine gute Trainingswoche stimmen alle Beteiligten positiv, was Zählbares aus dieser Partie mitzunehmen.

Zur Partie: In den ersten Minuten spielt sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab, mit einer optischen Überlegenheit für unsere Mannschaft.

Nach acht Spielminuten der erste Fehler im Spiel der beiden Teams: Beim Versuch einen Flugball direkt zu spielen, passiert durch eine Unkonzentriertheit ein technischer Fehler und der Mainzer Finn Eckart kann alleine auf Marlo Kaiser zu stürmen, der heute den verletzten Lars Deutsch vertritt, und hat keine Mühe zum 0:1 einzuschieben. Wieder ein zu einfacher Fehler der unser Team zu früh erneut in Rückstand bringt.

Aber auch heute zeigt das JFV-Team wieder eine tolle Moral und versucht von nun an, dass Heft in die Hand zu nehmen. Der Ball läuft bis zum gegnerischen 16er sehr gut, dann fehlt leider noch die letzte Konsequenz und der Mut auch den Torabschluß selbstbewusst zu suchen.

Nach zwanzig Minuten versucht es Ricardo de Sousa aus der Distanz, doch sein Versuch aus 20 Metern geht knapp über das Tor der Mainzer.

In der 28. Minute tauchen dann die Mainzer nochmals gefährlich vor dem Tor von Marlo Kaiser auf. Der Mainzer Finn Eckart spielt erst Leon Vollmer und dann Enrico Adams aus, sein Schuss von halb links war aber zu zentral. Marlo Kaiser hat keine Mühe den Ball sicher zu parieren.

In der Halbzeit nochmal der Appell an die Jungs, die Positionen noch besser zu halten. Benedikt Fäht sowie Janik Otto haben sich in Halbzeit eins sehr weit ins Mittelfeld, teilweise sogar in den Abwehrbereich fallen lassen, sodass nach Balleroberung oft keine Anspielstationen im Angriff vorhanden sind. Hier fehlt uns in der ersten Hälfte noch die Durchschlagskraft und der Mut, mit mehreren Spielern Richtung gegnerisches Tor zu arbeiten und zu laufen, um gezielt vor dem gegnerischen Tor zum Abschluß zu kommen.

Die zweite Hälfte beginnt vielversprechend. Nach einer Balleroberung steckt Linus Peuter den Ball zu Benedikt Fäht durch, der den ersten Abwehrspieler bereits umkurvt hat, aber in letzter Sekunde noch durch ein Tackling gestoppt wird.

In der 50. Minute erhöhen wir das Risiko mit Jannik Schneider und Phil Christ weiter in Richtung Offensive. Die beiden kommen für Enrico Adams und Janik Otto und verstärken unsere weiteren Offensivbemühungen. Damit wird eine Systemumstellung auf ein 3-5-2 vollzogen.

Phil fügt sich, wie bereits gegen Trier, sehr gut ein und kommt in der 53. Minute gleich zu seiner ersten Gelegenheit.

In der 54. Spielminute überrascht uns dann aber erneut ein individueller Fehler: Am linken Flügel verlieren wir den Ball, der pfeilschnelle Mainzer Ayman Aboub zieht in die Mitte, spielt den Ball auf den freistehenden Tom Hartmann, der auf 0:2 erhöht. Dennoch bleibt das Team zielorientiert und glaubt weiter an ihre Chance, auch selbst noch Tore erzielen zu können.

Loch im Netz nur in der Bundesliga? Nein, auch in Simmern gab es das in der 62. Spielminute zu sehen.

Linus Peuter zieht aus 18 Metern ab! Der Ball landet zunächst im Tor? Oder doch auf dem Tor? Auf jeden Fall liegt er plötzlich im Netz. Die Mainzer protestieren heftig und sind der Überzeugung, der Ball ist über das kaputte Netz ins Tor gelangt. Der Unparteiische läßt sich viel Zeit, schaut sich das Loch im Netz genau an, befragt mehrere Spieler und ist dann auch der Überzeugung: “Ein korrekt erzieltes Tor.” Nur noch 1:2. Auf geht´s Jungs, da geht noch was!

Jedoch nur eine Minute später: Ein Freistoß von der Mittellinie für die Mainzer. Der Ball fliegt hoch in den 5 Meter-Raum, wo er zu guter Letzt den am langen Pfosten freistehenden Tom Hartmann erreicht, der nur noch ins leere Tor einschieben muss.

 

Aufstellung: Marlo Kaiser, Enrico Adams, Leon Schulzki, Leon Vollmer, Simon Peifer, Jakob Sievert, Linus Peuter, Jonathan Hallmann, Ricardo de Sousa, Janik Otto, Bendikt Fäht

Eingewechselt: Jannik Schneider, Phil Christ, Leonard Hilgert, Jan-Philipp Jakobs

Fazit: In den ersten Minuten der Partie war zu sehen, es wird eine Partie auf Augenhöhe, die durch Kleinigkeiten entschieden wird. Leider machen wir derzeit zu viele individuelle Fehler, um Zählbares aus den Partien mitzunehmen. Schade, denn heute war wieder mehr drin! Im Moment ist mehr der Kopf als die Beine gefragt, denn mögliche Punkte werden noch zu einfach an die gegnerischen Teams verschenkt!

Wir werden lernen müssen, uns über 70 Minuten einer Partie zu konzentrieren,denn jeder noch so kleine Fehler wird in dieser Spielklasse gnadenlos bestraft.

von Patrick Kühnreich – Coach U15

2 Antworten auf C-Junioren U15 Regionalliga 10. Spieltag

  • Nun, wenn die Analyse stimmt, dass es mehr Kopfsache ist, dann frag ich mich ob es Sinn macht die Spieler, deren individuelle Fehler zu Gegentoren geführt haben, öffentlich und namentlich zu “würdigen”? Selbstvertrauen baut man so jedenfalls nicht auf – und das ist es doch was fehlt, wenn man von “Kopfsache” spricht.

    • . . . analog der psychologischen Regel: Beachtung schafft Verstärkung! Demnach macht es Sinn, Dinge die schon gut funktionieren mehr zu beachten und zu loben und Dinge die noch nicht perfekt gelingen im Training anzusprechen und zwar so, dass das gewünschte Ergebnis formuliert wird, welches wir gerne sehen würden. So entsteht VERTRAUEN und dann auch wieder SELBSTVERTRAUEN. Eine zielorientierte Sprache ist hilfreich beim Coaching von Kids in diesem Alter. Habe den Kommentar von Gerd zum Anlass genommen, einige Formulierungen aus dem U15 Bericht zu redigieren. DANKE für den Hinweis! Jetzt sollten die nächsten 3 Punkte doch machbar sein, oder 🙂

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